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3. Liga

RWO vom Glück im Stich gelassen

28.08.2011 | 14:15 Uhr
RWO vom Glück im Stich gelassen
Jannis Schliesing (liegend) hatte Oberhausens letzte Chance. Foto: Frank Kruczynski

Chemnitz.  Erst hatte RWO in Chemnitz kein Glück - zum Schluss kam auch noch Pech dazu. So ließe sich die vollkommen unnötige 0:1-Niederlage der Oberhausener beim FC Chemnitz treffend zusammenfassen.

Torhüter Michael Melka lachte wenige Sekunden nach dem Abpfiff schon wieder kurz auf.

Doch das war wohl Galgenhumor: Das 0:1 (0:0) beim FC Chemnitz steckte allen Rot-Weißen tief in den Knochen. Stark gekämpft, Chancen erspielt, aber nicht draus gemacht. Und dann wurde Melka, der sein Team bis dahin mit einigen Paraden im Rennen gehalten hatte, von einem Sonntagsschuss des eingewechselten Selim Aydemir überwunden.

Ein schönes Tor in der 78. Minute, ohne Frage. Zu verhindern gewesen wäre es wohl, wenn Dimi Pappas im Zweikampf am Strafraumeck mit dem Schützen nicht ausgerutscht wäre. Es passt zur derzeitigen Situation des Kapitäns, dass ausgerechnet ihm das passiert – das Pech klebt an seinen Stiefeln. Dessen bewusst, war er zunächst für die Bank vorgesehen, doch da Esad Razic Magenprobleme hatte, rutschte er in die erste Elf. Danijel Gataric wechselte auf links. Pappas war die Nervosität anzumerken. Fehlpässe und falsche Einwürfe zeigten, dass bei ihm einiges im Argen liegt. Doch die aufmerksame Innenverteidigung mit Felix Schiller und Tobias Willers bekam das schnell lautstark in den Griff und fortan lief es besser.

Starke Rettung

Denn nachdem die Rot-Weißen die erste Drangphase des Aufsteigers überstanden hatten, setzten sie selbst Akzente. Zwar nicht so geplant und druckvoll durchs Mittelfeld wie noch gegen Unterhaching, doch Chancen sprangen gleichwohl heraus. Gataric musste einmal für den geschlagenen Melka auf der Torlinie retten (19.) doch das war es an Hundertprozentigen für die Elf von Trainer Gerd Schädlich. Gefährlicher sah es auf der anderen Seite aus. Kombinationsfußball war auf dem seifigen Untergrund kaum zu sehen, dennoch besaßen Felicio Brown Forbes und zweimal Jannis Schliesing beste Möglichkeiten, Oberhausen in Führung zu bringen. Doch das Manko der Chancenverwertung setzte sich bei den keineswegs starken Sachsen fort.

Die hatten das wohl in der Pause erkannt und suchten ihrerseits das Tor, das wohl das Spiel entscheiden würde. Über die Außen wurde Angriff auf Angriff nach vorn getragen, doch jetzt stand die RWO-Defensive. Was doch durchkam, wurde von Melka zunichte gemacht. Als erste Gedanken an ein torloses Remis im Stadion die Runde machten, fiel das Tor dann doch.

Das löste eine Schlussoffensive der Gäste aus. Die kam zwar mit der Brechstange daher, hätte aber dennoch zum Erfolg führen können. Christopher Kullmann wich öfters geschickt auf den rechten Flügel aus, flankte, doch Mike Terranova hatte mit einem Drehschuss (86.) ebenso Pech wie Schliesing schließlich bei der größten Chance der Rot-Weißen im ganzen Spiel. Der junge Stürmer platzierte freistehend einen Kopfballaufsetzer über die Latte (92.). Danach pfiff der gute Schiedsrichter Norbert Grudzinski ab. Die Rot-Weißen standen wirklich wie begossene Pudel im ostdeutschen Dauerregen.

Peter Voss

Kommentare
01.09.2011
16:18
RWO vom Glück im Stich gelassen
von hjprangenberg | #17

Hallo T Weber!
Gratulation zum Kommentar (01.09. 9.31 Uhr)
100 % Übereinstimmung.

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2011-08-28 14:15
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