Anzeige
Oberhausen

RWO-Trainer Terranova erwartet Gegner mit hoher Qualität

Patrick Schikowski, hier in die Zange genommen von Paterson Chato Nguendong (l.) und David Sauerland, und die Kleeblätter sind am Samstag zum Rückspiel bei der U23 von Borussia Dortmund zu Gast. Das Hinspiel hatte RWO mit 1:0 gewonnen.
Foto: MaBo
Vor dem Gastspiel am Samstag in Dortmund spricht der RWO-Trainer über die Entscheidung des Vereins, keine Drittliga-Lizenz beantragt zu haben.
Anzeige

Oberhausen.  Wenn Fußball-Regionalligist RW Oberhausen (4. Platz/38 Punkte) am Samstag (14 Uhr) im Stadion Rote Erde bei der U23 von Borussia Dortmund (7./34) antritt, dann ist es für die Öffentlichkeit das erste Spiel mit dem Wissen, dass die Kleeblätter keine Lizenz für die Dritte Liga beantragt haben. „Für mich ist es natürlich nicht das erste Spiel“, sagt Mike Terranova. „Und es ändert auch absolut nichts an unseren Zielen, jedes Spiel gewinnen zu wollen!“

Der RWO-Coach weiter: „Es war damals in unserer Situation realistisch betrachtet eine absolut vernünftige Entscheidung des Vereins. Alles andere wäre fahrlässig gewesen und da gibt es auch keine zwei Meinungen. Wir können nicht mal eben 20 000 oder 30 000 Euro durch den Kamin jagen, sondern müssen im Gegensatz zu manch anderem Verein das Geld dreimal umdrehen. Und davon wird es auch nicht mehr.“

-------------------------------------

• Mehr Themen:

RWO erlebt gegen Rödinghausen Pleite mit Erinnerungswert

Anzeige

RWO-Boss spricht Klartext: Darum ist 3. Liga nicht machbar

• Top-News des Tages:

WM 2018: Irre! So verkündet Zlatan Ibrahimovic seinen Wechel nach Los Angeles

So lief das Training von Usain Bolt bei Borussia Dortmund – ist der Vertrag schon unterzeichnet?

-------------------------------------

Nicht weniger wichtig ist es dem Trainer erneut klarzustellen, dass sich dadurch sportlich für RWO nichts verändert. „Fußball ist wie jeder Sport für mich eine Sache des Charakters und der Ehre. Ich will immer gewinnen, selbst wenn ich mit meinem Sohn Tischtennis spiele. Das ist auch eine Typ-Frage.“

Personelle Umstellungen

Den fünften Sieg im fünften Pflichtspiel in diesem Jahr einfahren wollten die Rot-Weißen auch am Dienstag gegen den SV Rödinghausen, am Ende stand eine merkwürdige und nach 39 Minuten nicht für möglich gehaltene 2:4-Niederlage.

„Nach diesem guten Spiel wäre ich rein vom Ergebnis her am Ende sogar von einem Unentschieden enttäuscht gewesen“, so der 41-Jährige. „Aber wir nehmen das Positive mit und davon gab es einiges. Wir treten mittlerweile dominant auf und erspielen uns gute Chancen, die wir natürlich besser nutzen müssen. Aber ich denke, man sieht deutlich, dass sich die Mannschaft entwickelt.“

In Dortmund erwartet Terranova einen Gastgeber mit „hoher Qualität und gutem Umschaltspiel“. Natürlich haben sie mit den zwei Niederlagen zuletzt nicht die Ergebnisse geholt, die man sich dort vorstellt. Aber wenn Dortmund erst mal wieder im Rhythmus ist und wenn man bedenkt, dass sie auch erst 20 Spiele absolviert haben, haben sie nach oben noch alle Möglichkeiten.“

Bauder eventuell auf Oberhausener Bank

Möglichkeiten haben die Gäste personeller Natur und die möchte ihr Linienchef auch nutzen. „Einige Spieler werden eine Verschnaufpause bekommen und andere dafür ihre Chance. Das hatten wir intern kommuniziert und das halten wir auch ein.“

So könnte sich Kapitän Patrick Bauder in Dortmund zunächst einmal auf der Bank wiederfinden. „Er hat leichte muskuläre Probleme und wir viele Spiele innerhalb kurzer Zeit. Wenn es nötig wird, könnte er spielen, aber ich denke, er bleibt erst einmal draußen“, so Terranova. Nach seinem Muskelfaserriss wieder in den Kader kehrt Rafael Garcia zurück. „Er ist ein Typ, der schnell wieder da ist, keine lange Anlaufzeit benötigt. Für 90 Minuten wird es nicht reichen, aber er ist eine Alternative.“

Der RWO-Coach hat noch weitere Umstellungen im Kopf, die er aber noch nicht preisgeben will. Er hofft, dass sich die Kleeblatt-Anhänger diese live vor Ort anschauen – auch ohne beantragte Drittliga-Lizenz.

Pokal-Finale nicht in Essen

Das Finale des Niederrhein-Pokals wird nicht in Essen stattfinden. Am Endspieltag (21. Mai, Pfingstmontag) herrscht „tote Hose“ im Stadion Essen, denn Punkband Die Toten Hosen haben in der Woche ihren Doppel-Gig und treten am 24. Mai im Stadion Essen auf. Die Vorbereitungen für das Konzert verhindern die Austragung des Fußballspiels.

Die letzten drei Finalpartien wurden an der Hafenstraße ausgetragen. Nun deutet einiges auf ein Endspiel in Oberhausen hin. „Wir werden jedenfalls alles dafür tun, um dabei zu sein“, so RWO-Trainer Mike Terranova. „Die Aussicht motiviert zusätzlich, denn wir sind eine Heim-Mannschaft. Aber zuvor müssen wir unser Halbfinale gewinnen.“

Am 17. April (19.30 Uhr) empfängt RWO den ambitionierten Landesligisten FSV Duisburg. „Den Gegner nehmen wir genauso ernst wie Viktoria Köln. Und wer glaubt, auch nur einen Schritt weniger laufen zu müssen, sitzt ganz schnell neben mir“, verspricht Terranova.

Anzeige
Fr, 10.08.2018, 10.49 Uhr