RWO macht's wie RWE - Neue Emscherkurve soll kommen

Die neue Tribüne Emscherkurve soll ungefähr auf Höhe der Werbebanden hinter dem Tor ansetzen.
Die neue Tribüne Emscherkurve soll ungefähr auf Höhe der Werbebanden hinter dem Tor ansetzen.
Foto: Ulla Emig WAZ Fotopool
Die SPD favorisiert die kleine Tribünen-Lösung für 3000 Zuschauer im Stadion Niederrhein. Baubeginn soll noch in diesem Jahr sein.

Oberhausen.. Aus dem wohl einzigen Dreimast-Stadion Deutschlands soll nun ein Zweimast-Stadion werden. Will heißen: Nach dem Willen der SPD soll der dritte Flutlichtmast weichen und verschrottet werden, stattdessen soll in der Emscherkurve eine neue Stehtribüne mit im Dach integrierter Flutlichtanlage gebaut werden, so wie es beim Konkurrenten Rot-Weiss Essen bereits der Fall ist. Nach Vorstellung der SPD sollen die Bauarbeiten noch in diesem Jahr starten – und während der laufenden Saison über die Bühne gehen.

Die SPD spricht sich damit für die kleinere von zwei Lösungen aus, die sie bereits bei ihrer letzten Klausurtagung im September des vergangenen Jahres favorisiert hatte. Demnach soll die neue Tribüne rund 3000 Fans fassen können. Dazu addieren sich die Kosten für Zusatzarbeiten.

Näher am Spielfeld

Die Tartanbahn soll weichen und die Tribüne deutlich näher ans Spielfeld heranrücken. Außerdem könne man überlegen, ob die Tribüne geschlossen werde, um sie vor Wind zu schützen, meint Sportdezernent Frank Motschull. Mit allem Drum und Dran würde der Umbau rund 2,8 Millionen Euro kosten. Damit sei das Stadion für die Zukunft ausgerichtet, hieß es auf der SPD-Klausurtagung in Trier. Auf dieser Basis könne das Stadion in späteren Jahren weiter ausgebaut werden.

Was ganz im Sinne des Vereins wäre, denn der hat in Planspielen bereits die Kanalkurve ins Auge gefasst.

Motschull: Bauarbeiten während der Saison "machbar"

Der Stadionumbau wird noch einmal Thema im Sportausschuss sein, dann wird der Rat entscheiden. Ob das alles noch vor der Sommerpause passiert, bleibt abzuwarten, meint Dezernent Motschull. Gut wäre eine Entscheidung in diesem Jahr, da die Mittel für den Umbau bereits im Haushalt eingestellt seien. Der Sportdezernent sähe kein Problem darin, die Bauarbeiten während der Saison laufen zu lassen: „Machbar“, meint er dazu.

Unabhängig davon wird der Bau des neuen Kunstrasenplatzes auf der jetzigen Freizeitanlage des Stadtsportbundes hinter dem Stadion im Bereich des ehemaligen VIP-Zeltes in Angriff genommen. Erste Arbeiten haben begonnen, derzeit werden Beachvolleyballanlage und Basketballkörbe rückgebaut, so Motschull. Dann sollen die Skaterhockey-Felder dem neuen Fußball-Geläuf weichen, das der RWO-Jugend sowie der SG 92 Oberhausen zugedacht ist.

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