RWO denkt zunächst an Bochum - und dann an den MSV

David Jansen ließ in der Hinrunde beim VfL II einiges liegen, traf aber zum 1:1-Endstand.
David Jansen ließ in der Hinrunde beim VfL II einiges liegen, traf aber zum 1:1-Endstand.
Foto: WAZ FotoPool
Nächsten Mittwoch kommt der Drittligist MSV zum Pokal-Halbfinale nach Oberhausen. Doch RWO-Trainer Zimmermann blickt nur auf den nächsten Gegner.

Oberhausen.. „Wir haben nur über Bochum gesprochen und kein Wort über das Spiel danach verloren“ – RWO-Trainer Andreas Zimmermann stellt völlig klar, dass der Fokus für ihn und seine Mannschaft eindeutig auf dem Spiel am Sonntag, 14 Uhr, gegen die U 23 des VfL Bochum im Stadion Niederrhein liegt. Und nicht auf dem Pokalspiel drei Tage später gegen den Drittligisten MSV Duisburg. Will heißen: „Wir spielen volle Lotte, wir wollen unbedingt gewinnen.“

Das beinhaltet, dass RWO mit der stärkstmöglichen Mannschaft antritt und keiner geschont wird. Fehlen wird vom Stammpersonal allein Patrick Bauder. Bei dem stellte sich bei einer umfänglichen Untersuchung immerhin heraus, dass er im Spiel in Düsseldorf noch Glück im Unglück hatte. Der Mittelfeldspieler zog sich „nur“ eine Schulterluxation zu. Das wurde mittlerweile wieder eingerenkt. Weder der Knochen- noch der Bandapparat wurden ernsthafter verletzt. Zimmermann: „Damit ist er in drei Wochen wieder im Training.“ Nicht im Kader steht zudem Manuel Schiebener, der muskuläre Probleme hat.

Ansonsten kann der Trainer auf seinen bewährten Stamm bauen. Benjamin Weigelt und Christoph Caspari sind nach ihren Kartensperren wieder bereit und werden auch zur Startelf gehören. Das bedeutet dann, dass Dominik Reinert wieder rechts vorn eingesetzt wird und Patrick Schikowski auf seine angestammte Linksposition rückt.

Am kurzen Pfosten

Dort weichen muss dann trotz guter Leistung in Düsseldorf Ralf Schneider. Denn auch auf der Sechs dürfte für ihn kein Platz sein, da mit der Rückkehr von Weigelt in die Innenverteidigung Robert Fleßers wieder auf seine angestammte Position vor der Viererkette neben Alex Scheelen zurückkehren dürfte. Ansonsten gibt es vorne wenig umzubauen. David Jansen hofft darauf, mal wieder zu treffen. Und wie effektiv Raphael Steinmetz am kurzen Pfosten und sonstwo auch ist, hat man zuletzt deutlich gesehen.

Die jetzige Partie gegen die U 23 von Dimitrios Grammozis nehmen die Kleeblätter auch deshalb schon ernst, weil die ihnen in der Hinrunde ordentlich in die Suppe gespuckt haben. Die Bochumer raubten den Rot-Weißen damals mit ihrer unkonventionellen Spielweise ständiger Positionswechsel den Nerv. Die Oberhausener waren am Ende froh, in der grausamen Partie bei scheußlichem Wetter ein 1:1 mitzunehmen.

Entwickelt und gefestigt

Auch Zimmermann erinnert sich: „Ich hatte meine Jungs gewarnt, aber manchmal kommt das nicht an.“ Zimmermann erwartet auch jetzt ein schwieriges Spiel, sagt aber: „Wir sind eine andere Mannschaft geworden, wir haben uns entwickelt und sind gefestigt. Spielerisch sieht das jetzt ganz anders aus.“ Ähnliches ist auch den Gästen trotz ihres Tabellenstandes und der absehbaren Auflösung zu bescheinigen. „Es wird wieder ein schwieriges Spiel“, meint der Trainer trotzdem und hat dabei die kleine Serie der Gäste im Auge. Die kamen zuletzt zweimal ohne Gegentor über die Runden – RWO hat dem mit drei Spielen jedoch eine ähnliche Hausnummer entgegen zu setzen.

Kühn in Hochform

Mit einem Torwart Philipp Kühn, der sich auf seiner Abschiedstournee in der Regionalliga in Hochform präsentiert, soll das auch so bleiben. „Wir müssen das Tor machen und dann läuft das schon“, hat Zimmermann ein einfaches Rezept für eine komplexe Aufgabe.

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