RWO blamiert sich gegen Fünftligisten

Peter Voss
Torschütze Stephan Rahn (Hamburg, l.) gegen Benjamin Reichert (Oberhausen).
Torschütze Stephan Rahn (Hamburg, l.) gegen Benjamin Reichert (Oberhausen).
Foto: WAZ FotoPool

Oberhausen.  Für Rot-Weiß Oberhausen ist der DFB-Pokal schon nach der ersten Runde beendet. Die Elf von Günter Bruns unterlag nach dürftiger Leistung 0:1 bei Fünftligist Victoria Hamburg.

RWO kann sich auf die Meisterschaft konzentrieren. Das sollte die Mannschaft auch tatsächlich tun, denn wenn sich solche Leistungen wie jetzt beim 0:1 (0:1) im DFB-Pokal beim Fünftligisten Victoria Hamburg in der Liga wiederholen, sieht es zappenduster aus. Rot-Weiß erspielte sich zwar ein ständiges optisches Übergewicht, doch fehlender Druck und Konzentration führten zum absehbaren Ergebnis: RWO traf nicht ins Tor.

Victoria hingegen schon und zwar mit dem einzig gefährlichen Ball der Gastgeber. Nach einem Patzer musste Marinko Miletic 25 Meter vor dem Tor foulen. Stephan Rahn setzte den Freistoß scharf, aber nicht unhaltbar platziert über die Drei-Mann-Mauer. Stephan Loboué reagierte zu spät und erwischte den Ball oben rechts nur noch mit den Fingerspitzen.

Pech kam auch hinzu

Bis dahin hätten die Gäste schon führen müssen. Ronny König gleich zweimal zu Beginn (3./7.), Markus Kaya mit einem Schuss an den Außenpfosten sowie Oliver Petersch mit einem Linksschuss hatten erstklassige Gelegenheiten. Doch hier wurde bereits offensichtlich, dass der letzte Biss fehlte, dass die Rot-Weißen glaubten, den Gegner allein spielerisch schlagen zu können. Das klappte nicht, denn die Hamburger Viererkette um den überragenden Jonah Asante und dem immer stärker werdenden Torwart Florian Ludewig stellte sich immer besser auf das RWO-Spiel ein.

Das war nicht einfallsreich genug, um den Riegel zu knacken. Fabian Hergesell musste bei einem Konter der Hamburger sogar in höchster Not retten (32.) Kurz vor dem Wechsel kam noch Pech hinzu, als ein Kopfball von Miletic von Sven Trimborn auf der linie geklärt wurde.

Zunehmende Verkrampfung

Nach der Pause war den Oberhausenern das Bemühen um Linie anzumerken. Die Mannschaft spielte ruhig weiter und schnürte die Hamburger Hälfte ein. Doch Zwingendes sprang gegen die gut aufgestellte Victoria selten heraus. Petersch hatte noch die beste Gelegenheit mit einem Pfostenschus nach gutem Zuspiel von Emmanuel Krontiris (55.).

Mit zunehmender Spieldauer verkrampfte die Elf von Günter Bruns. Daran änderten auch die nötigen Auswechslungen nichts: Dimi Pappas musste Marcel Landers weichen, Markus Kaya ging für Patrick Schönfeld, Fabian Hergesell für Musa Celik. Auch wenn sich die Außen um mehr Druck mühten, auch wenn sich Benjamin Reichert endlich ins Aufbauspiel einschaltete; der Wurm war drin. Kopfbälle von Daniel Gordon nach Standards oder Verzweiflungsschüsse in der Schlussphase von Celik und Lamidi brachten kaum noch Gefahr für den Oberligisten.

Der feierte nach dem Abpfiff verdient, die Oberhausener gingen mit versteinerten Mienen in die Kabine.