Punktvorteil RWO

Peter Voss und Ralf Bögeholz
Theo Schneider feierte ein ordentliches Debüt. (Foto: Stephan Eickershoff/WAZFotoPool)
Theo Schneider feierte ein ordentliches Debüt. (Foto: Stephan Eickershoff/WAZFotoPool)
Foto: WAZ FotoPool
Das 0:0 im Derby gegen den MSV Duisburg hilft Rot-Weiß Oberhausen definitiv mehr als den Gästen. RWO zeigte sich im ersten Spiel nach Günter Bruns willig und engagiert.

Oberhausen. Es war kein Augenschmaus. Dennoch kann das 0:0 von RWO im Derby gegen den MSV als Lichtblick gewertet werden. Weniger wegen des einen Punktes, sondern weil sich die Mannschaft von Neu-Trainer Theo Schneider im ersten Spiel nach Günter Bruns willig und engagiert zeigte. Allen auf dem Platz war anzumerken, dass sie an der misslichen Situation was ändern wollen.

Schneider hatte die erste Elf umgestellt, um mit einem kompakten Mittelfeld und einer neuen Viererkette mehr Sicherheit in die Defensive zu bekommen. Geburtstagskind Dimi Pappas rückte in die Innenverteidigung, Oliver Petersch auf die Außenposition. Vor der Kette spielten Tim Kruse und Benjamin Richert, um den langen Duisburger Angreifern schon dort das Leben schwer zu machen.

Koch schwer verletzt

Dann ein Schock für den MSV: Julian Koch verletzte sich bei einer Angriffsaktion unglücklich am Knie und musste ausgewechselt werden. Das sieht nach einer langen Pause aus, eine Diagnose steht noch aus. Für ihn kam Filip Trojan.

Ein Fehler von Pappas (der einzige) eröffnete Olcay Sahan den Weg zum Tor und Filip Trojan freie Bahn für den Schuss. Doch RWO-Torwart Sören Pirson parierte hervorragend. Danach bekam RWO das Spiel besser in den Griff und hatte bis zum Wechsel die klareren Chancen. Dennis Grote lupfte einen Freistoß über die Mauer, Ronny König, der ins Zentrum gesprintet war, nahm volley, traf aber nicht richtig: knapp vorbei (36.). Alles richtig machte er wenige Minuten danach. Geschickt drehte er sich auf rechts im Strafraum um zwei Duisburger und zog mit links ab. MSV-Torwart David Yelldell konnte den Ball nur abprallen lassen. Der sprang Mike Terranova genau vor die Füße, doch der Stürmer schoss Yelldell aus fünf Metern an. Den erneuten Abpraller erwischte nochmals König und drückte ein – doch Terranova soll dabei Benjamin Kern umgestoßen haben. Terranova: „Ich habe den nicht berührt.“ Wie dem auch sei, das Tor zählte nicht.

Im zweiten Durchgang ließ Oberhausen eigentlich so gut wie gar nichts mehr zu, kontrollierte das Spiel, ohne es zu beherrschen. Mit den Einwechslungen von Emmanuel Krontiris und Markus Kaya versuchte Schneider, die offensive noch einmal sortierter zu gestalten. Trotz einiger guter Ansätze aber kam keine gefährliche Situation zustande. Den einzigen Knalleffekt lieferte dabei noch Thomas Schlieter ab, der es mal mit einem Fernschuss von der Mittellinie versuchte. Der war gar nicht mal schlecht, zog nur knapp übers Tor. Die Teams trennten sich in einem umkämpften Derby leistungsgerecht 0:0. Ein bisschen mehr als Sieger durfte sich aber RWO fühlen. Bis auf „Terra“, der war sauer wegen seiner vergebenen Chance.