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Marc Böhle schreibt eine neue RWO-Hymne

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Foto: WAZ FotoPool

Oberhausen. 

„Meine Liebe, meine Stadt mein Verein.
Wird für immer Oberhausen
und der SC-Rot-Weiß sein.“ Dieser Refrain aus tausenden Kehlen – eine beeindruckende Vorstellung, findet auch Komponist und Texter Marc Böhle – in Kleeblatt-Kreisen besser bekannt als Böhle 77. Gut zehn Jahre ist es her, dass er mit seiner Band Emscherkurve 77 die offizielle RWO-Hymne geschrieben und – noch wichtiger – gesungen hat. Jetzt hat er sich wieder ins Studio verzogen und einen neuen RWO-Song aufgenommen. Heraus kam „Meine Liebe, meine Stadt, mein Verein“. Eine Liebeserklärung nicht nur an RWO, sondern gleich an die ganze Stadt. Ist die „Macht vom Niederrhein“ eher rockig und punkig, hat Böhle jetzt eine echte Hymne vorgelegt. Durchaus bewusst: „Der Verein wollte etwas haben, das vielleicht auch etwas massenkompatibler ist.“ Schließlich sei nicht jeder Fußballfan auch Punkrockfan.

Erste Stadiontests hat das Werk schon überstanden. Die bisherige Kritik? „Im Großen und Ganzen eigentlich positiv.“ Dass der Song in den Fanforen diskutiert wird – in Böhles Augen völlig normal. „Letztlich kann man es nie allen Recht machen. Außerdem dauert es eine Zeit, bis sich alle an einen neuen Song gewöhnen“, weiß Böhle und erinnert an die „Macht vom Niederrhein: „Das hat auch gedauert, bis die sich durchgesetzt hat.“ Inzwischen ist der Song aus dem Stadion nicht mehr wegzudenken. Geht es nach Böhle, wird das auch mit „Meine Liebe, meine Stadt, mein Verein“ so sein. Aber kein Sorge: Der neue Song soll keinen anderen ersetzen. „Der ist einfach nur zusätzlich.“

Die Idee zu dem Song trug Böhle übrigens schon sechs Jahre mit sich rum: „Zumindest den Refrain.“ Das eigentliche texten habe dann nachher nur noch zehn Minuten gedauert – in der Badewanne. Auch die Studioarbeit ging locker leicht von der Hand. So entstanden auf einmal drei Versionen des Songs. Die klassische Stadionvariante, eine Folkversion und eine Version zum „Selbersingen“. Daher der spontane Entschluss von Marc Böhle sowie Marcus Kötter und Carsten Wrede vom Tonstudio „Tresohr“: „Eine CD muss her.“ Sechs Titel kann sich der geneigte RWO-Fan auf der Scheibe nun anhören – darunter eine weitere Premiere. Im Überschwang des Hymnendichtens haben sich die Jungs nämlich an die Hymne überhaupt erinnert: „Oberhausen“.

„Wir hatten die Idee, den Song neu aufzunehmen“, verrät Böhle. Mit schlotternden Knien habe er dann bei Gerburg Jahnke angerufen und um Erlaubnis gefragt. „Sie und Stephanie Überall waren total unkompliziert. Die haben sogar mitgemacht“, freut sich Marc Böhle über die Auszeichnung. Also ist auf der CD eine neue Version von Oberhausen zu hören – diesmal zusätzlich mit Männerstimme. Das Ergebnis gefällt sogar den Ex-Missfits: „Eigentlich ist die Version besser als das Original“, lobt Gerburg Jahnke, „viel rockiger“. Böhles Stimme täte dem Song gut. „Dieses rauchige, das hört sich nach Fußball und Oberhausen an.“

Ein Kompliment, bei dem der hartgesottene Punkrocker fast rot wird, das er aber artig zurückgibt. Insgesamt sei die Stimmung im Studio locker und gelöst gewesen. „Das merkt man hoffentlich auch der Platte an. Die ist jetzt für sieben Euro im Fanshop erhältlich – und macht alle Beteiligten reich? „Ne, dass dann doch nicht. Der Erlös fließt an RWO.“