Basler verliert mit RWO Kellerduell in Bielefeld

Enttäuscht: RWO-Trainer Mario Basler. (Foto: imago)
Enttäuscht: RWO-Trainer Mario Basler. (Foto: imago)
Trainer Mario Basler musste mit Rot-Weiß Oberhausen eine 0:3-Niederlage bei Arminia Bielefeld hinnehmen. In der zweiten Halbzeit nahm die formstarke Truppe von Stefan Krämer RWO förmlich auseinander.

Bielefeld.. Arminia Bielefeld hat wieder drei Tore geschossen, RWO diesmal nicht. Nach dem schlimmen 3:3 vor sieben Monaten unterlag die Elf von Trainer Mario Basler diesmal 0:3 (0:1). Verdient, denn gerade im zweiten Durchgang nahm die formstarke Truppe von Stefan Krämer Oberhausen förmlich auseinander. Basler wollte dabei nicht gelten lassen, dass Rot-Weiß stark ersatzgeschwächt antreten musste. „Wir haben einen großen Kader.“ Aber: „Wenn einige Spieler ausfallen, bekommen wir große Probleme.“ Oberhausen kam in der gesamten Spielzeit nur zu zwei Torschüssen.

Basler musste neben den erwarteten Änderungen in der Abwehr wegen der Sperren von Dimi Pappas und Esad Razic noch mehr umbauen: Benjamin Reichert musste wegen Knieproblemen passen, Felix Schiller fiel wegen eines Muskelbündelrisses aus. So kamen Dominik Borutzki als rechter Verteidiger und innen Kevin Corvers zu ihrem Drittligadebüt. Tobias Willers spielte ebenfalls innen, links verteidigte Danijel Gataric. Da auch Felicio Brown Forbes (Außenbandriss) ausfiel, waren auch offensiv Änderungen erforderlich. Mike Terranova spielte zentral, vor ihm links Junior Torunarigha und Christopher Kullmann ganz vorn in der Spitze. Jeff Gyasi und Alexander Scheelen gaben die Doppelsechs.

Trotz der Änderungen fand Rot-Weiß anständig ins Spiel. Junior hatte nach Steilpass von Terranova die erste Chance, wurde aber wegen angeblichem Abseits zurück gepfiffen (7.). Der ehemalige RWO-Spieler Patrick Schönfeld verpasste kurz darauf mit einem Kopfball knapp (10.). In der Folgezeit standen beide Abwehrreihen sicherer, Gefahr kam nur noch durch Distanzschüsse von Junior (17.) sowie Marc Rzatkowski auf der anderen Seite zustande. Doch Bielefeld erspielte sich zunehmend Feldvorteile. Und nach einer Ecke des starken Rzatkowski war es soweit. Scheelen ließ Manuel Hornig bei einem Kopfball zu viel Platz und Kullmann dann Johannes Rahn – der drückte aus kurzer Distanz ein (42.).

Bielefeld setzte RWO unter Druck

Das schien den Oberhausenern auf den Magen geschlagen zu sein, denn die Gäste kamen pomadig zurück aus der Kabine. Bielefeld hingegen entwickelte sofort Druck. Schönfeld und Fabian Klos ließen die erste Gelegenheit noch liegen (50.), doch eine Minute später machte Klos es besser. Nach einem verunglückten Abschlag von RWO-Torwart Michael Melka landete der Ball wieder bei ihm und diesmal drückte er aus kurzer, wenn auch abseitsverdächtiger Position ein.

Das war die Vorentscheidung. Denn Bielefeld witterte nun endgültig Morgenluft und spielte die verunsicherte Gästeelf zeitweise schwindlig. Dennis Riemer nutzte die Chance zum 3:0 (76.) gegen eine entblößte RWO-Defensive. Die Bielefelder hätten noch erhöhen können, im Gegenzug hatte nur der eingewechselte Fatih Candan bei einem Pfostenschuss so etwas eine Chance auf dem Fuß.

Ansonsten bot RWO im Angriff viel zu wenig, um den DSC zu gefährden und konnte die personellen Ausfälle in der Defensive trotz des Bemühens aller Akteure nicht auffangen.

 
 

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