Essen

Wegen Feuerzeugwurf: Rot-Weiss Essen überzieht Fan mit einer Zivilklage

Polizisten vor der Essener Fan-Tribüne beim Spiel gegen Rödinghausen. Die Partie wurde für rund zehn Minuten unterbrochen.
Polizisten vor der Essener Fan-Tribüne beim Spiel gegen Rödinghausen. Die Partie wurde für rund zehn Minuten unterbrochen.
Foto: Michael Ketzer
  • Der Vorfall liegt bereits acht Monate zurück, jetzt steht ein Anhänger von Rot-Weiss Essen vor dem Zivilgericht
  • Der Grund: Ein Feuerzeugwurf beim Heimspiel gegen Rödinghausen

Essen. Regionalligist Rot-Weiss Essen hat einen Anhänger des Klubs mit einer Zivilklage überzogen. Der Mann hatte im September des vergangenen Jahres ein Feuerzeug auf das Spielfeld geworfen. Dieser Vorfall ereignete sich beim Heimspiel der Essener gegen den SV Rödinghausen.

Damals musste die Partie wegen eines versuchten Platzsturms und Gegenständen, die auf den Platz geworfen worden waren, für rund zehn Minuten unterbrochen werden. Anlass dafür, dass die Stimmung bei einigen Anhängern gekippt war, waren zweifelhafte Schiedsrichter-Entscheidungen. Kurzzeitig stand das Spiel sogar vor dem Abbruch.

Fan droht empfindliche Strafe

Jetzt holt die Vergangenheit den Klub wieder ein – und einen der Übeltäter. Denn bei der Aufarbeitung des Falls hat Rot-Weiss Essen einen Erfolg verbucht. Über die Stadion-Kameras wurde ein Mann identifiziert, der Feuerzeuge auf das Spielfeld geworfen hatte – der Verein hat ihn mit einer Zivilklage überzogen.

Ihm droht eine empfindliche Strafe. „Er wird sich noch sehr lange an diesen Tag erinnern“, prognostiziert RWE-Fußball-Boss Michael Welling. Dennoch werde der Verein keine Gnade walten lassen: „Das ziehen wir jetzt durch.“

Der Vereinsfunktionär ist froh, dass der Einsatz der Stadion-Kamera Erfolg gebracht hat. Zu wissen, dass dieses Mittel bei der Aufklärung von Straftaten helfe, sei beruhigend. Hinzu kommt: „Auch viele Fans haben mittlerweile den Kaffee auf und helfen dabei mit, Täter zu identifizieren. Das hilft uns ungemein“, lobt Welling.

Fangnetze vor den Steh-Blöcken in Essen

Der Prozess gegen den Anhänger des Vereins ist jedoch nicht das einzige ärgerliche Überbleibsel aus dem Spiel gegen Rödinghausen. Denn zusätzlich hat der Deutsche Fußball-Bund den Klub zu einer Strafe verdonnert. So hängen seit der Winterpause Fangnetze vor den Stehplatz-Blöcken – als Anordnung vom Verband. Diese Vorrichtung hat bei Rot-Weiss Essen natürlich auch finanziell zu Buche geschlagen. Wieder einmal.

Denn insgesamt, so Welling, habe der Klub in dieser Saison bereits mehrfach für das Fehlverhalten seiner Fans zahlen müssen. Insgesamt habe RWE über 70.000 Euro für Ausschreitungen bezahlen müssen.

Zu dem finanziellen Schaden geselle sich der Image-Verlust: „Wer weiß, ob sich dadurch manche Stadionbesucher dazu entscheiden, beim nächsten Mal lieber nicht zu kommen. Und natürlich hinterlässt das auch bei den Sponsoren einen ungünstigen Eindruck“, erklärt Michael Welling.

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