Essen

Warum RWE-Torjäger Bednarski besonders gern nach Köln reist

Mach’s noch einmal, Kamil Bednarski: Sein letzter Treffer für RWE in Köln in der Vorsaison war „Tor des Monats“ würdig.
Mach’s noch einmal, Kamil Bednarski: Sein letzter Treffer für RWE in Köln in der Vorsaison war „Tor des Monats“ würdig.
Foto: Thorsten Tillmann

Essen. Die Blicke der RWE-Fans gehen in diesen Tagen öfter als gewöhnlich in den grauen Himmel, mit jeder trockenen Stunde steigt die Zuversicht, dass die letzte Partie des Jahres an diesem Freitag um 19 Uhr bei der U21 des 1. FC Köln auch stattfinden kann. Das hofft auch Sportdirektor Jürgen Lucas, der am Donnerstag – Stand Nachmittag – guter Dinge war: „Ich habe aus Köln nichts Gegenteiliges gehört, der Platz soll sich in einem ordentlichen Zustand befinden. Da müsste in der Nacht noch Gewaltiges passieren.“

Keine Frage, die Gäste wollen auch spielen, die knapp vierwöchige Zwangspause fühlt sich ja zum Jahres-Kehraus fast schon wieder an wie ein Neustart. Klar haben sie in den vergangenen Wochen weiter emsig an der Stabilität gefeilt, aber diese einem Härtetest zu unterziehen, kann nur unter Wettkampfbedingungen gelingen.

„Durch den Trainerwechsel ist da einiges passiert“

Und dass dieser Härtetest im Kölner Süden auch einer wird, der den Namen verdient hat, davon konnte sich die Essener Delegation beim Heimspiel des 1. FC gegen Mit-Spitzenreiter KFC Uerdingen (1:0) ein aussagekräftiges Bild machen. „Wir waren vor Ort, und ich muss sagen, durch den Trainerwechsel ist da einiges passiert. Die Kölner haben vor allen Dingen auch körperlich gut dagegen gehalten und zeigten eine beeindruckende Beweglichkeit in ihren Reihen.“

Dass das Team von Trainer Andre Pawlak gegen seinen Ex-Klub natürlich eine besondere Motivationsspritze seitens des Coaches erfahren hat, versteht sich von selbst. „Es war ein sehr enges Spiel, was letztlich durch einen Standard entschieden wurde“, erinnert sich Lucas.

Bednarski beim letzten Mal doppelt erfolgreich

Und da die Kölner zuletzt zwei unterschiedliche Gesichter daheim und auswärts gezeigt haben, ist für das Team von RWE-Coach Argirios Giannikis nicht von einer entspannten Rheinfahrt auszugehen. So leicht wie beim 3:0-Heimsieg gegen damals überforderte Gäste werden es die Essener diesmal sicherlich nicht haben. Gleichwohl: „Wir wollen unbedingt mit drei Punkten und einem guten Gefühl in die kurze Winterpause gehen“, fordert der Sportdirektor.

Mit einem guten Gefühl müsste vor allen Dingen Kamil Bednarski anreisen. Beim letzten Auswärtsspiel bei den Domstädtern gelangen ihm beim 3:1-Erfolg zwei blitzsaubere Treffer, der Kracher mit der linken Klebe in den Winkel zum Endstand schaffte es sogar bis in die Auswahl zum „Tor des Monats“. Auch da musste der eigentliche Außenstürmer in der Mitte Marcel Platzek vertreten. Damals fehlte der Torjäger wegen einer Nasen-OP, diesmal ist es der Blinddarm.

Ein kleiner Vorteil für RWE könnte sein, dass die nicht gerade von Erfolg verwöhnte Erstligatruppe des FC in den vergangenen Wochen aus purer Not gerne ins Regal bei der U 21 griff und die Talente hochzog. Beim Auswärtsspiel bei den Bayern durften mit Filip Kusic, Chris Führich, Anas Ouahim und Birk Risa gleich vier Jungtalente mitreisen, auch wenn die beiden Letztgenannten in der Allianz-Arena nicht zum Einsatz kamen. „Wie man hört, sollen zwei von ihnen wieder runterkommen, zumal sie nicht zum Einsatz kamen, aber das sollte uns letztlich nicht interessieren. Wir müssen sowieso unser Ding machen“, schaut Lucas nur aufs eigene Team.

 
 

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