Essen

Wann RWE von einem Özil-Wechsel profitiert - und wann nicht

Mesut Özil während des Länderspiels gegen England.
Mesut Özil während des Länderspiels gegen England.
Foto: Getty Images

Essen. Deutschlands Fußball-Weltmeister Mesut Özil (29) könnte den englischen Verein FC Arsenal schon in der Winterpause verlassen. Sein Ex-Klub Rot-Weiss Essen fiebert mit.

Seit Monaten verhandeln Özil und der Premier-League-Klub um einen neuen Vertrag. Das Arbeitspapier des offensiven Mittelfeldspielers läuft am Ende der laufenden Saison aus. Bisher haben die Verantwortlichen der Gunners und Özil noch keinen gemeinsamen Nenner gefunden. Das dürfte an den hohen Forderungen des 29-Jährigen liegen. Denn wie das englische Boulevardblatt "The Sun" berichtet, habe Özil eine Aufstockung seines Gehalts und die Rückennummer 10 verlangt, die auch bei der Nationalmannschaft für ihn reserviert ist.

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Je länger sich die Verhandlungen ziehen, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass der Spielmacher Arsenal in der Winterpause verlässt. Sollte er im Sommer gehen, würden die Londoner leer ausgehen.

Gleiches gilt in diesem Fall auch für seinen Ex-Verein Rot-Weiss Essen. Der Regionalligist hat in der Vergangenheit bei den Özil-Transfers mächtig abkassiert. Das hatte der Klub von der Hafenstraße dem Solidaritätsmechanismus in den Statuten der FIFA zu verdanken. 270.000 Euro flossen für seinen Wechsel von Werder Bremen zu Real Madrid (2010) auf das Konto der Bergeborbecker. Für den Transfer von den Spaniern zu seinem aktuellen Verein Arsenal London waren es sogar 639.000 Euro. Stolze Summen für den Viertligisten, der jeweils 1,5 Prozent der Ablösesumme erhielt. Auch der FC Schalke 04 und Werder Bremen verdienten als ehemalige Vereine Özils mit.

Demnach ist es nachvollziehbar, dass die Rot-Weissen den Poker um den gebürtigen Gelsenkirchener mit großem Interesse verfolgen. Wie die "Bild" berichtet, soll ein Wechsel zu Manchester United ein denkbare Option sein. Beim englischen Rekordmeister würde Özil auf seinen ehemaligen José Mourinho treffen, mit dem er im Jahr 2012 spanischer Meister bei Real Madrid wurde.

Aus RWE-Sicht wäre dieses Szenario unerfreulich. Denn eine Entschädigung würden die Essener nur bei einem verbandsübergreifenden Wechsel erhalten. Im Klartext: Özil müsste in diesem Winter in ein anderes Land wechseln, damit der Traum vom Freibier für die RWE-Fans in Erfüllung geht. Das hatte Essens scheidender Präsident Michael Welling den Anhängern versprochen, sofern erneut Geld für den Weltmeister fließen sollte.

Welling rät Özil auf unsere Nachfrage deshalb von einem Transfer zu United ab: "Paris ist viel schöner als Manchester", schmunzelt Welling und fügt hinzu: "Mesut Özil sollte seine Marke ausbauen. Dazu wäre ein Wechsel nach Frankreich oder Italien sinnvoller. Er lernt dort einen neuen Kulturkreis kennen und erschließt neue Märkte. Das wäre doch super - für alle Beteiligten."

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