Trainer-Wunschkandidat Joe Enochs sagt bei RWE ab

War Wunschkandidat von RWE: Joe Enochs.
War Wunschkandidat von RWE: Joe Enochs.
Foto: imago

Ein Unglück kommt selten allein – erst recht nicht bei Rot-Weiss Essen. Der Rest-Rückrunden-Auftakt vergangenen Freitag gegen den Abstiegskandidaten Bonner SC (0:1) ging gründlich daneben, nun haben die leidgeprüften Fans eine weitere Kröte zu schlucken: Der Verein, der nun schon einige Wochen auf der Suche nach einem Nachfolger für den zum (spätestens) Saisonende scheidenden Trainer Argirios Giannikis ist, hatte hinter den Kulissen schon längst seinen Wunschkandidaten gefunden: Joe Enochs sollte es werden, der beim VfL Osnabrück freigestellt wurde, dort aber noch einen Vertrag bis 2020 besitzt.

Enochs, so war zu hören, war richtig „heiß“ auf den Job an der Hafenstraße, mit den Osnabrückern soll bereits Einigung erzielt worden sein. Aber die Verhandlungen zwischen Trainer, der bei seinem neuen Vertrag bereit gewesen wäre, erhebliche finanzielle Abstriche zu machen und Rot-Weiss Essen zogen sich in den letzten Tagen in die Länge. Als die RWE-Verantwortlichen nun in der letzten Woche – am vergangenen Dienstag war noch Aufsichtsratssitzung – endlich ihr Okay für die Verpflichtung gaben, hieß es wieder einmal: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“.

Denn wie diese Redaktion nun exklusiv erfuhr: Just zu diesem Zeitpunkt war dem 36-jährigen gebürtigen Kalifornier nämlich ein Angebot aus seinem Heimatland USA ins Haus geflattert. Enochs, der früher bei San Francisco United spielte und 1994 nach Deutschland kam, sagte daraufhin den Rot-Weissen ab, die ihre Suche nun fortsetzen müssen.

 
 

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