RWE spielt am 16. Juli wieder gegen die "Auf-Asche"-Auswahl

„Auf Asche“-Gesprächsrunde:  (V.l.) Michael Welling (RWE), Jürgen Margref, Kevin Mill (Auf Asche) und Axel Stauder.
„Auf Asche“-Gesprächsrunde: (V.l.) Michael Welling (RWE), Jürgen Margref, Kevin Mill (Auf Asche) und Axel Stauder.
Foto: Michael Gohl
Die Schmach für Rot-Weiss Essen datiert auf das Jahr 2010. Damals musste sich der Regionalliga-Zwangsabsteiger der Amateur-Truppe "Auf Asche" 2:1 geschlagen geben - und darf sich seitdem den einen oder anderen Spruch anhören. Am 16. Juli treffen die beiden Teams erneut zum Benefizspiel aufeinander.

Essen.. Manche Niederlagen schmerzen ganz besonders. Und immer dann, wenn man sich an sie erinnert, dann könnte man ja fast schon wieder schlechte Laune bekommen. Man schrieb das Jahr 2010, als der Regionalliga-Zwangsabsteiger Rot-Weiss Essen gegen die „Auf-Asche“-Auswahl antrat. Die großen Rot-Weißen gegen die kleinen Amateure aus der Landes-, Bezirks- und Kreisliga. Und ein Fußballer namens Jason Munsch, damals Kicker beim Bezirksligisten SC Werden/Heidhausen, traf in der Schlussminute zum 2:1-Sieg für den Außenseiter.

Nun, so ernst darf man diesen Vergleich nicht sehen. Eine Welt ist für die Mannschaft von Trainer Waldemar Wrobel nun wirklich nicht zusammengebrochen. Und am Saisonende ist RWE ja auch direkt wieder in die Regionalliga zurückgekehrt. Aber geärgert haben sie sich wohl schon ein bisschen an der Hafenstraße über diesen Strauchler, für den sie sich auch den einen oder anderen Spruch anhören durften.

RWE und "Auf Asche" liefern sich schon vor dem Spiel humorigen Schlagabtausch

Aber Rot-Weiss nahm es mit Humor und spielte den Ball weiter. Seither gibt es vor jedem Vergleich zwischen diesen beiden Teams ein kleines Filmchen zum Schmunzeln. In den beiden Jahren zuvor mimte RWE-Chef Michael Welling den Paten, eine dicke Zigarre paffend forderte er Trainer Wrobel auf, die „Eeehre“ zu retten. Und den RWE-Coach sah man unter anderem durchs Gras robben, um den Gegner beim Training auszuspionieren.

Diesmal agiert Welling als römischer Kaiser „Doctorius“, der seinen „Wrobulus“ befiehlt, die „Gladiorenspiele“ am Uhlenkrug zu gewinnen. Man sieht, der Spaß spielt noch immer die Hauptrolle bei diesem Benefizspiel (zugunsten des Vereins „Förderturm – Ideen für Essener Kinder“), das diesmal am Uhlenkrug angepfiffen wird (19.30 Uhr). Übrigens ist es bereits die fünfte Auflage.

Ex-RWE-Spieler Margref und Klinger coachen "Auf Asche"

Die Amateur-Auswahl ist bereits per Online-Voting ausgewählt worden, die ehemalige Rot-Weißen Jürgen Margref (44) und Dietmar Klinger (55) werden sie coachen. „Ein bunter Haufen“ warte auf ihn, sagt Margref. „Mal sehen, was dabei herauskommt.“ Aber eines stellt Margref unmissverständlich fest: „Ich will natürlich immer gewinnen.“

Am Mittwoch werden sich die Amateure erstmals zum Training treffen. Wie intensiv die Vorbereitung sein wird, ist offen. „Das haben wir noch gar nicht abgesprochen“, sagt Margref. „Mal sehen, wie ehrgeizig die Jungs sind.“ Das Spiel sei auf jeden Fall etwas Besonders.

David gegen Goliath - das zieht immer

„Aus der damaligen Niederlage von RWE resultiert auch der Reiz dieses Spiels“, findet Michael Welling. Der Große gegen den Kleinen, das sei halt immer auch etwas Besonderes. Und als Axel Stauder, Sponsor und Gastgeber der Plauderrunde an diesem Tag, andeutet, dass er doch etwas mehr mit dem Underdog sympathisiere, antwortet Margref keck: „Also mit Rot-Weiß?“ Die Runde lacht. Es wird ein Spaß, keine Frage.

Das „Auf-Asche“-Duell im Vorjahr gewannen die Rot-Weißen mit 5:2.

Als Vorspiel werden die Essener Trainer gegeneinander antreten (18 Uhr).

Die Mannschaft aus dem Fußball-Kreis Südost wird von Ingo Pickenäcker betreut, der Nordwesten hat Frank Mill als Coach „engagiert“.

 
 

EURE FAVORITEN