RWE-Spieler können wegen U21 nicht im Stadion trainieren

Die RWE-Spieler mussten wegen der U21 andere Trainingsplätze suchen.
Die RWE-Spieler mussten wegen der U21 andere Trainingsplätze suchen.
Foto: Michael Gohl
Das Spiel der U21 im Stadion Essen beeinflusst die Trainingsarbeit bei RWE vor dem Niederrheinpokal-Spiel in Uerdingen massiv. Sorgen um Moritz Fritz.

Essen. Gut möglich, dass das U21-Länderspiel am Freitagabend gegen Finnland im Stadion Essen auch seine Schatten auf die Niederrheinpokalpartie am Sonntag in der Grotenburg (15 Uhr) wirft. Denn die Spieler von Rot-Weiss Essen wurden im Vorfeld der DFB-Partie mal wieder zu „Heimatvertriebenen“ und suchten Trainingsplätze in der Umgebung auf.

Die Einheiten auf Kunstrasen sind dabei nicht allen Akteuren gut bekommen. „Das Knie von Moritz Fritz hat nach dem Training leicht reagiert, auch Jeffrey Obst klagte hinterher über muskuläre Probleme, wir hoffen, dass nach dem Samstagtraining auf Naturrasen wir wieder Entwarnung geben können“, trug RWE-Coach Jan Siewert doch einige Sorgen mit sich herum. Besonders der mögliche Ausfall seines Kapitäns würde doch erhebliche Auswirkungen auf die Anfangsaufstellung haben. Dagegen haben die zuletzt verletzten Marwin Studtrucker und auch Kasim Rabihic die Übungen auf ungewohntem Terrain ohne Probleme überstanden.

Mo Idrissou kann bei Uerdingen nicht spielen

Siewert schaute sich am Mittwoch die Oberliga-Partie der Uerdinger in Meerbusch (2:2) an, überraschen konnte ihn der KFC dabei aber nicht. Und dass sich ausgerechnet Stürmerstar Mo Idrissou, den der Essener Coach noch aus seiner Praktikantenzeit in Kaiserslautern bestens kennt, durch Gelb-Rot für die Pokalpartie verabschiedete, nahm Siewert wohl zur Kenntnis – mehr nicht.

„Ich will nicht mutmaßen, was das für uns bedeutet, manchmal zeigen solche Mannschaften ja auch eine Jetzt-Erst-Recht-Reaktion, wir sollten uns lieber auf uns selbst konzentrieren, nur das können wir beeinflussen.“

Wenn man den Worten der beiden Trainer im Vorfeld aufmerksam lauschte, dann könnte die Partie mit einem beidseitigen respektvollen Abtasten beginnen, in der kein Team sich überraschen lassen will. Sollte in der Phase des Abtastens eine Mannschaft allerdings zu der Erkenntnis gelangen, dass die andere gänzlich unbewaffnet ist, könnte es ja doch noch ein flottes Pokalspiel werden. Was bei Betrachtung des Personals hüben (Platzek, Behrens, Soukou) wie drüben (Achenbach, Pagano) aber eher nach einem Gleichgewicht der Kräfte klingt.

Dennis Lamczyk wurde zum großen Pokalhelden

Das letzte Pokal-Kräftemessen übrigens ging über die volle Rundenzahl: Nach 2:2 über 120 Pokalminuten musste im Halbfinale des Niederrheinpokals schließlich das Elfmeterschießen den Finalisten ermitteln. An diesem Mai-Abend im Jahr 2012 wurde RWE-Keeper Dennis Lamczyk zum großen Pokalhelden, parierte er doch gleich drei Elfmeter. Danach sank der Stern Lamczyks bei RWE aber ziemlich schnell. Von der damaligen Mannschaft ist übrigens genau noch ein Spieler übrig geblieben: Kevin Grund.

So viel zur Halbwertszeit von Pokalhelden, gerade bei RWE.

 
 

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