RWE muss erneut gegen Speldorf ran

Essen.. Die Entscheidung ist alternativlos. Das Spiel zwischen dem VfB Speldorf und Rot-Weiß Essen wird neu angesetzt. Das erklärte Staffelleiter Reinhold Spohn im Gespräch mit dieser Zeitung. Heute will Spohn Kontakt zu den Vereinen aufnehmen, die Partie soll „zeitnah“ ausgetragen worden.

Am Freitagabend war nach 71 Minuten Schluss. Der Speldorfer Stadionsprecher kündigte über Lautsprecher ein „ungewöhnliches Ereignis“ an, die Spieler waren wegen einer Unwetterwarnung bereits auf dem Weg in die Kabine. Auf einem Kunstrasen während eines Gewitters zu spielen, ist lebensgefährlich.

Als es über dem Speldorfer Ruhrstadion langsam dunkel wurde, wurde die Partie beim Stand von 1:1 dann offiziell abgebrochen. Von der Neuansetzung des Schaulaufens, ist Waldemar Wrobel nicht angetan. Rot-Weiß Essen ist bereits aufgestiegen, Speldorf ist der Klassenerhalt wohl nicht mehr zu nehmen. Doch die Statuten sehen eben eine Neuansetzung vor.

„Es hätte glücklichere Entscheidungen geben können“, sagt der RWE-Trainer. „Fakt ist, wir sind personell im Grenzbereich und das Spiel wird wohl vor dem Pokalendspiel gegen Velbert nachgeholt“, erklärt Wrobel.

Abwehr wackelte bedenklich

Wie sehr die Rot-Weißen sich im Grenzbereich tummeln, zeigt die erste Halbzeit. Speldorf bestimmte das Spiel nach Belieben. Dass es nur mit einem 0:1-Rückstand in die Pause ging, ist der Verdienst von Keeper Dennis Lamczyk. Vor allem die sonst so sichere Essener Defensive wackelte bedenklich.

In der Kabine machte Wrobel seiner Elf deutlich, was er von ihr erwartet: „Die Ordnung stimmte gar nicht. Und ich habe eine ganz andere Bereitschaft gefordert“, so der Cheftrainer. Mit Erfolg: denn Leon Enzmann traf Sekunden nach Wiederbeginn und bestimmte nach der Pause das Spiel.

Wrobel hält den Leistungsabfall nur für menschlich. „Die Jungs sind kopfmäßig müde. Jeder weiß, dass wenn man ein Ziel erreicht hat, mal ein paar Prozent fehlen können. Das ist im Sport so. Das ist auch im Beruf so.“

Seit Samstagvormittag läuft die Vorbereitung auf das nächste Heimspiel. Am Freitagabend (19 Uhr) ist Westfalia Herne im Georg-Melches-Stadion zu Gast.

 

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