Essen

RWE braucht ein Team, das wieder Begeisterung weckt - ein Kommentar

Richard Weber.
Richard Weber.
Foto: Thorsten Tillmann
  • Gegen Abstiegskandidat Rot Weiß Ahlen reichte es nur zu einem 2:2
  • Wieder einmal lief es nicht bei Rot-Weiss Essen
  • RWE beweist: Tradition allein ist kein Aufstiegs-Versprechen

Essen. Die Rot-Weissen haben mal wieder enttäuscht. Nicht das erste Mal in dieser Saison, und schon zum wiederholten Male im eigenen Stadion. Und mit jedem Rückschlag wächst der Frust. Fatal ist dabei, dass sich offenbar kaum noch jemand so richtig begeistern kann.

Sven Demandt hat diese negative Grundstimmung an der Hafenstraße kritisiert. Man müsse der Mannschaft Zeit geben, nicht immer gleich zweifeln. Und vor allem den Blick für die Realität schärfen.

Lippens ist kein Mann für die Startelf

Genau das ist der Punkt. Rot-Weiss hat stets einen hohen Anspruch. Natürlich wollen sie alle raus aus dieser „Schweineliga“. Der Anspruch ist ja okay, aber selbstverständlich darf der Aufstieg nicht sein.

Man bemüht die Historie, beruft sich auf die Tradition und eine unglaublich lebendige Fangemeinde. Das ist ein Pfund zweifelsohne. „Aber Willi Lippens ist kein Mann für die Startelf“, sagt ein resignierter Anhänger. Und was nutzt einem die glorreiche Vergangenheit, wenn es Fakten gibt?

RWE hat Fehler gemacht

RWE hat Fehler gemacht. RWE spielt in der 4. Liga. RWE hat keine Mannschaft, die ganz oben mitmischen kann - was nicht ausschließlich eine Frage der Kompetenz ist. RWE ist zwar finanziell gesund, gehört aber wirtschaftlich nicht zu Top-Klubs der Liga.

Für die Rückrunde hat sich kein Trikotsponsor gefunden, der bezahlen wollte, was RWE glaubt, wert zu sein. Rot-Weiss steht unter Druck. Erfolg muss her. Aber vor allem ein Team, das wieder Begeisterung weckt.

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