Essen

Rot-Weiss hat gute Erinnerungen an das Hinspiel in Dortmund

Starker Auftritt im Hinspiel: RWE-Kapitän Benjamin Baier und Herbert Bockhorn. Foto: Thorsten Tillmann
Starker Auftritt im Hinspiel: RWE-Kapitän Benjamin Baier und Herbert Bockhorn. Foto: Thorsten Tillmann

Essen. Die Rückrunde in der Fußball-Regionalliga beginnt. Noch ist nichts entschieden, doch es zeichnen sich Tendenzen ab. Spitzenreiter KFC Uerdingen und Titelverteidiger Viktoria Köln, nur einen Punkt dahinter, haben sich in die Position der Liga-Favoriten gespielt. Dahinter klafft ein Lücke, denn der Tabellendritte Rödinghausen (ein Spiel weniger) liegt bereits neun Punkte hinter dem Primus aus Krefeld.

Restprogramm hat es in sich

Und die Rot-Weissen? Sie haben sich berappelt und nach der kleinen Erfolgsserie von zehn Punkten aus vier Spielen ins dichte Tabellenmittelfeld vorgearbeitet. Auf Rang neun liegen sie, doch es sind nur vier Zähler bis zum Dritten. Zumindest eine bessere Platzierung ist also noch locker drin. Allerdings haben die Gastgeber bis zum Jahresende noch ein verdammt hartes Programm vor der Brust. An diesem Freitag ist die U 23 von Borussia Dortmund zu Gast (19.30 Uhr, Hafenstraße), danach geht es zum Tabellenvierten Wuppertaler SV (3. Dezember), und zum Jahresabschluss ist der aktuelle Tabellenführer Uerdingen an der Hafenstraße zu Gast (9. Dezember).

„Wir wollen weiter an unseren Aufgaben wachsen“, sagt der erfolgreiche RWE-Cheftrainer Argirios Giannikis bescheiden. Aber klar ist, dass die Dortmunder wohl doch eine Nummer größer sind als zuletzt die Düsseldorfer. Deren Trainer Taskin Aksoy hatte nach Spielende betont, dass nur die 40-Punkte-Marke das Saisonziel sei.

Die Rot-Weissen wollen bekanntlich mehr. Und nach dem bestechend guten Saisonstart im Stadion Rote Erde waren sich die Experten auch ziemlich einig: Mit RWE ist in dieser Saison zu rechnen. „So wie sie bei uns gespielt haben, hatte auch ich sie weit oben erwartet“, gibt Dortmunds Trainer Jan Siewert zu. Die Art und Weise, wie die Essener das 2:2 damals herausspielten, hatte mächtig Eindruck gemacht, der zum Leidwesen der Rot-Weissen aber nicht nachhaltig gewesen ist.

Der jungen Mannschaft fehlt es an Konstanz

Die heutigen Gäste sind ebenfalls als ambitioniertes Team in diese Spielzeit gestartet. Ihnen traute man eine tragende Rolle im Titelkampf zu. Doch der BVB II erlebte seinerseits eine Ergebniskrise. Die Schwarz-Gelben siegten zwar bei Viktoria Köln mit 1:0, doch danach blieben sie vier Spiele lang unter anderem gegen Erndtebrück (0:0) sowie Wegberg-Beeck (1:1) sieglos und holten nur zwei Punkte. Ein 4:0 in Wiedenbrück als Intermezzo, und wieder missrieten die Resultate. Drei Partien und nur ein Punkt: Von Konstanz kann da keine Rede sein.

Aber Druck spürt Trainer Siewert kaum, denn in Dortmund haben sie sich ganz der Ausbildung verschrieben. Ein typischer U 23-Ansatz, der Siewert schon als A-Junioren-Trainer beim VfL Bochum behagte. „Wir müssen nicht unbedingt oben mitspielen“, sagt der BVB-Trainer, der das in seiner Amtszeit an der Hafenstraße ganz anders erlebte. Das Ziel in Dortmund ist, möglichst viele Talente in den Profibereich zu führen. Entsprechend werden verstärkt junge Leute eingesetzt, und dass die nicht ganz so stabil sind in ihrer Leistung, ist logisch.

Giannikis erwartet Gegner mit mehr Durchschlagskraft

Dennoch ist Argirios Giannikis vorsichtig. „Es wird auf jeden Fall ein anderes Spiel als gegen Düsseldorf. Dortmund agiert anders und hat sicherlich auch mehr Durchschlagskraft.“ Also wird es die nächste Prüfung für die Defensivabteilung. Aber auch für den aktiven Part hat der Essener Coach so seine Vorstellung: „Gegen Düsseldorf waren wir phasenweise ein wenig zu passiv, wir können sicherlich noch mehr Dominanz bei eigenem Ballbesitz ausstrahlen.“

 

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