Rot-Weiss Essen verliert mit 2:3 beim SV Rödinghausen

Daniel Baier im Spiel gegen Rödinghausen.
Daniel Baier im Spiel gegen Rödinghausen.
Foto: Thorsten Tillmann

Rödinghausen. Nach der Entlassung von Sven Demandt unter der Woche musste der krisengebeutelte Tabellenzwölfte Rot-Weiss Essen beim SV Rödinghausen antreten. Interimstrainer Carsten Wolters veränderte die Mannschaft im Vergleich zum 1:1 gegen den SC Verl vor 1700 Fans in Rödinghausen auf drei Positionen. Dabei nahmen Timo Becker, Nico Lucas und Kamil Bednarski, der unter der Woche grippegeschwächt war, zunächst Platz auf der Bank. Dennis Malura, Jan-Steffen Meier und David Jansen rückten dafür in die Startelf.

RWE geht der Spielfluss abhanden

Bei widrigen Witterungsverhältnissen startete die Mannschaft von der Hafenstraße in Ostwestfalen denkbar schlecht. Bereits in der siebten Spielminute vertändelte Kapitän Benjamin Baier in der Vorwärtsbewegung den Ball gegen Fabian Kunze, der den gestarteten Tobias Steffen auf die Reise schickte. Dieser ließ RWE-Torhüter Robin Heller nicht den Hauch einer Chance.

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit entwickelte sich eine Partie, in der die Gastgeber die frühe Führung immer mehr unterstrichen und gegen eine planlose Essener Mannschaft völlig befreit aufspielen konnten - auch wenn dabei nur wenige nennenswerte Torchancen heraussprangen.

Auf der anderen Seite ging RWE der Spielfluss völlig abhanden und so war das Halbzeitergebnis das Resultat einer bis dato blutleeren Darbietung, in der einzig Dennis Malura (25.) einen Abschluss verzeichnen konnte.

Aufholjagd und Rückschlag

Der zweite Durchgang begann aus Essener Sicht genau so desaströs wie der erste. Der starke Fabian Kunz eroberte im Mittelfeld den Ball von Robin Urban und schickte den völlig allein gelassenen Marius Bülter, der das Leder eiskalt im langen Eck versenkte (46.). Nur zwei Minuten später hätte Bülter den Deckel drauf machen können, doch Heller verhinderte Schlimmeres.

Auf der anderen Seite kam RWE dann etwas überraschend zum Anschlusstreffer durch Marcel Platzek, nachdem Torhüter Niclas Heimann ein Kopfball des Stürmers nach einer Ecke durch die Hände rutschte (58). RWE fiel es nun leichter, Ball und Gegner laufen zu lassen. Fortan streckten sich die Essener und kamen durch einen verwandelten Handelfmeter Baiers tatsächlich noch zum Ausgleich (80.), der aus einer kämpferischen Darbietung der Mannschaft in Durchgang zwei resultierte.

Als RWE gerade auf den Sieg drückte, nahm sich der eingewechselte Kelvin Lunga auf der anderen Seite noch einmal ein Herz und schoss einen von Zeiger abgefälschten Ball nach einem Konter zum Sieg für den SVR in die Maschen (85.).

Auf die Essener wartet nach der ersten Auswärtsniederlage der Saison nun am kommenden Freitagabend (19.30 Uhr) mit Viktoria Köln der nächste schwere Brocken.

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