Essen

Rot-Weiss Essen: Trainer und Team müssen jetzt liefern

Argirios Giannikis.
Argirios Giannikis.
Foto: Tillmann

Essen. Das hat Rot-Weiss Essen gerade noch gefehlt: eine Heimpleite gegen einen Abstiegskandidaten. Nach den ersten 90 Liga-Minuten im neuen Jahr hat sich die Stimmung an der Hafenstraße erst einmal den aktuellen Außentemperaturen angepasst. Die Enttäuschung ist riesig, was verständlich ist, denn dieser Rückschlag kommt einmal mehr zu einem für RWE ungünstigen Zeitpunkt. In der Winterpause wurde die Entwicklung der Mannschaft gelobt, die spielerischen Fortschritte gepriesen. Und dann sahen die Fans nur magere 20 Minuten, die in etwa dem entsprachen, was man sich hoffnungsfroh ausgemalt hatte.

Das Tor wollte nicht fallen. Kann ja passieren. Zu denken gibt nur, dass vieles in Hälfte zwei an überwunden geglaubte Zeiten erinnerte. Selbst der Trainer räumte ein: Man sei nach dem Wechsel zu passiv gewesen, zu unsauber beim finalen Pass. Aber wie viele Szenen überhaupt sind in Hälfte zwei haften geblieben? Immer wieder dieser Kontrast innerhalb eines Spiels – man begreift es nicht.

Giannikis steht zwar in der Verantwortung, aber die Pässe müssen die Spieler schon selbst spielen, laufen und Chancen erarbeiten ebenfalls. Immerhin, Giannikis blieb von hässlichen Schmähungen im Stadion verschont. Ein Lob an die Fans für ihr „professionelles“ Verhalten. Man weiß ja auch nicht, wie lange man noch miteinander auskommen muss.

Die Lage ist labil

Die RWE-Verantwortlichen würden die nervigen Diskussionen um das Trainerthema am liebsten abwürgen, um ganz in Ruhe und ohne Druck einen Nachfolger zu suchen. Doch die Lage ist labil nach Giannikis’ Entscheidung, im Sommer zu wechseln. Nur solange Trainer und Mannschaft liefern und die Ergebnisse stimmen, wird es ruhig bleiben. Andernfalls wird der Wunsch nach Geduld garantiert ein frommer bleiben.

 
 

EURE FAVORITEN