Essen

Platzkommission hat vor dem Derby zwischen Rot-Weiss Essen und dem Wuppertaler SV das letzte Wort

  • Wegen des schlechten Wetters ist noch nicht sicher, ob im Stadion am Zoo am Sonntag gespielt werden kann
  • RWE will Schmach vom Hinspiel tilgen

Essen. „Sie spielen, sie spielen nicht, sie spielen...“. Rot-Weiss Essen und der Wuppertaler SV sind bereit fürs Duell, die Fans sind ebenfalls heiß, doch noch ist gar nicht sicher, ob das West-Derby am Sonntag (15 Uhr, Stadion am Zoo) aufgrund des miesen Wetters überhaupt angepfiffen werden kann. Für Freitagnachmittag ist eine Platzkommission bestellt, die den Rasen prüfen und dann entscheiden wird. Der Wetterbericht stimmt nicht gerade optimistisch, denn am Donnerstag und Sonntag soll laut Wetterprognose sogar Schnee fallen.

Schon am vergangenen Wochenende musste Rot-Weiss pausieren. Das Viertelfinale im Verbandspokal gegen den Oberligisten TuRu Düsseldorf wurde abgesagt, weil der Rasen im Janes-Stadion nicht bespielbar war. „Wir haben deshalb die Trainingsintensität erhöht“, sagt RWE-Trainer Argirios Giannikis. Sogar ein Testspiel wurde in Erwägung gezogen, doch weil einige Spieler nicht fit waren, blieb es beim Gedanken. Aber mit entsprechenden Spielformen hat der Trainer schließlich versucht, den Wettkampf zu simulieren. Jedenfalls glaubt Giannikis nicht, dass seine Jungs durch die Zwangspause aus dem Rhythmus gekommen sind. Er erkennt eher einige positive Reaktionen: „Die Eindrücke im Training waren sehr positiv, die Spieler wirkten mental frischer und noch konzentrierter.“

Nun also fokussiert sich Rot-Weiss auf das Rückspiel gegen den Wuppertaler SV. Und allein die Erinnerung an diesen Auftritt Anfang August macht die Essener Fans noch heute zornig und weckt bei den Spielern den festen Vorsatz, die Schmach von damals mit einem Auswärtssieg zu tilgen. Was die Rot-Weissen am zweiten Spieltag beim 1:3 an der Hafenstraße abgeliefert hatten, war einfach nur grausam und hasenfüßig. Es wurde eine bittere Pleite, ein Wirkungstreffer für die Euphorie. Dabei hatte RWE nach fünf Minuten durch Kevin Grund mit 1:0 geführt.

Gastgeber Wuppertal hat zuletzt im Verbandspokal gepatzt

Die Essener spielten schließlich eine enttäuschende Hinrunde, erst durch den neuen Trainer „Agi“ Giannikis haben sie wieder einen Halt gefunden und ordentlich gepunktet. Dennoch ist der WSV auf Rang drei den Roten in der Tabelle noch sechs Zähler voraus. Dafür hat das Team allerdings am vergangenen Wochenende im Verbandspokal gepatzt und beim Oberligisten Jahn Hiesfeld mit 5:6 (0:0) nach Elfmeterschießen verloren. Seit rund zehn Jahren versuchen die Wuppertaler vergeblich, in die Hauptrunde des DFB-Pokals einzuziehen. Die Pokalpleite sei aber abgehakt, versichert WSV-Trainer Stefan Vollmerhausen: „Der Blick geht nach vorn.“ Und da wartet Rot-Weiss Essen – sofern gespielt wird.

Bei RWE sind derzeit Kevin Grund (Zahn-OP) und Roussel Ngankam (Zerrung) außer Gefecht gesetzt. David Jansen und Torwart Robin Heller haben inzwischen mit der Reha begonnen.

 

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