Nach dem Trainingsschock am Freitag: Wattenscheid 09 und RWE liefern sich eine zähe Nullnummer

RWE-Trainer Sven Demandt musste in Wattenscheid kurzfristig auf Nico Lucas verzichten.
RWE-Trainer Sven Demandt musste in Wattenscheid kurzfristig auf Nico Lucas verzichten.
Foto: Thorsten Tillmann
  • Wattenscheid und RWE trennen sich 0:0
  • im Abschlusstraining hatte sich Nico Lucas schwer verletzt

Wattenscheid. Die SG Wattenscheid 09 und Rot-Weiss Essen haben in direkten Duellen das Toreschießen eingestellt.

Wie schon in der Hinrunde an der Hafenstraße lieferten sich beide Teams auch im Rückspiel eine zähe Nullnummer.

Heftige Verletzung im Abschlusstraining

Bevor die Partie im Lohrheidestadion angepfiffen wurde, musste RWE-Trainer Sven Demandt einen weiteren Ausfall hinnehmen: Nachwuchsmann Nico Lucas, der Aufsteiger dieser Saison, brach sich im Abschlusstraining die Kniescheibe und wird in dieser Spielzeit nicht mehr mitwirken können.

Bitter für den Nachwuchsmann, der sich auf das Pokalfinale so gefreut hatte. Kleiner Lichtblick für die Gäste, dass Marcel Platzek nach nur wenigen Trainingseinheiten schon wieder in die Startelf rückte, ebenso wie Patrick Huckle.

Wattenscheids besondere Motivation

Für die Gastgeber ging es von Beginn an um eine ganze Menge, hat man als bester Westfalenvertreter in der Regionalliga doch noch Chancen auf die DFB-Pokal-Qualifikation.

Dementsprechend motiviert begannen die Wattenscheider, Torjäger Daniel Keita Ruel setzte sich an der Strafraumgrenze durch, stellte Torhüter Robin Heller mit seinem Schuss (12.) aber vor nicht allzu große Probleme.

Dafür sorgte eher der eigene Mitspieler: Die zu kurze Rückgabe von Gino Windmüller verfehlte Wattenscheids Angelo Langer (15.) nur um die berühmte Fußspitze.

Jetzt wachten die Essener endlich auf

Schon wenig später hatten sie die beste Chance der ersten Hälfte: Marcel Platzek hatte abgezogen, Torhüter Edin Sancaktar ließ nach vorne abprallen, doch bevor Kami Bednarski zur Führung abstauben konnte, klärte 09 mit einem ganz langen Abwehrbein zur Ecke.

Aber RWE war jetzt drin in der Partie, die Platzherren kamen kaum noch zu eigenen Angriffsaktionen, wurden in die eigene Hälfte zurück gedrängt. Was fehlte im Rot-Weiss-Spiel war wie so oft der letzte Pass in die Spitze.

Kurz vor der Pause kehrte noch die alte Sorglosigkeit zurück

Bei einem Kopfball von Matthias Tietz (41.) klärte Timo Brauer für seinen geschlagenen Keeper auf der Linie, direkt vor dem Pausenpfiff landete ein Kopfball Jakubowskis auf dem Tornetz.

Zur Pause hatte Wattenscheid wieder Boden gut gemacht.

Nach dem Wechsel kam die Partie nur schleppend wieder in Fahrt

Auch wenn sich das meiste Geschehen in der Wattenscheider Hälfte abspielte, fehlte dem RWE-Spiel die letzte Durchschlagskraft. Gefährlicher wurde es auf der Gegenseite durch Kapitän Nico Buckmaier, der nach 58 Minuten einfach mal abzog.

Da musste Heller schon zweimal zupacken. In der 62. Minute tauchte urplötzlich Dennis Malura auf Mittelstürmer-Position auf, doch sein wuchtiger Kopfball ging genau auf Torhüter Sancaktar.

Wenn der Ball einmal flott über Bednarski und Platzek durchs Mittelfeld lief, kreuzte Kevin Grund beim finalen Pass aber im falschen Augenblick. Da hätte mehr herausspringen können, ach was, müssen.

Zumindest ließen die Gäste nach hinten nichts anbrennen

So konnten weiterhin Abwehrspieler Ausflüge in die Spitze starten: Kapitän Baier spielte den aufgerückten Windmüller im Strafraum an, schöner Schuss aus der Drehung, aber Sancaktar war erneut zur Stelle (70.).

Noch einmal bekam Bednarski die Chance zum Tor des Tages: Auf Flanke von Kevin Grund (75.) verfehlte sein Kopfball die lange Ecke nur hauchzart. Den Schlusspunkt setzte die SG 09: Nach einem Katastrophen-Fehlpass des sonst sicheren Windmüller scheiterte Manuel Glowacz (84.) am prächtig reagierenden Heller.

Die RWE-Statistik

RWE: Heller, Huckle, Zeiger, Windmüller, Malura, Meier, Brauer, Baier, Grund (85. Rabihic), Bednarski, Platzek.

Zuschauer: 2209

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