Essen

Kauczinski stellt den neuen RWE-Trainer Giannikis vor

Markus Kauczinski (l.) und Arigios Giannikis zu gemeinsamen Zeiten in Karlsruhe.
Markus Kauczinski (l.) und Arigios Giannikis zu gemeinsamen Zeiten in Karlsruhe.
Foto: firo

Essen. Arigios Giannikis: Wer ist der neue RWE-Trainer eigentlich? Das dürften sich viele Rot-Weiss-Fans fragen. Wir haben mit jemandem gesprochen, der genau weiß, wie "Agi" tickt. Der 37-jährige Giannikis und Markus Kauczinski arbeiteten viereinhalb Jahre beim Karlsruher SC und beim FC Ingolstadt zusammen. Vor der gemeinsamen Zeit im Seniorenbereich zogen sie jahrelang beim Nachwuchs des KSC an einem Strang.

Während der 47-jährige Kauczinski aktuell auf Klubsuche ist und sich mit ein, zwei Anfragen aus dem Ausland beschäftigt, unterschrieb sein langjähriger Assistent Giannikis, den Kauczinski nur "Agi" nennt, am vergangenen Wochenende bei Rot-Weiss Essen. Für RevierSport stellt der gebürtige Gelsenkirchener Kauczinski Giannikis den RWE-Fans vor.

Kauczinski über....

... den Arbeitsstil von Giannikis: "Er ist ein echter Taktikfuchs. Er hat einen Ideenplan, den er mit seiner Mannschaft verwirklichen will. Er ist auf jede Situation vorbereitet. Ihn kann kaum etwas überraschen."

... den Charakter von Giannikis: "Er ist weder der strenge Fußballlehrer, noch ein Kumpeltyp-Trainer. Aber er weiß, wann er streng sein muss und wann er den Spielern eine etwas längere Leine geben kann. Agi kann die jeweilige Situation realistisch und gut einordnen."

... die Ruhrpott-Kenntnisse von Giannikis: "(lacht) Ich habe ihm mal Würste aus der Fleischerei Dönninghaus in Bochum mit nach Karlsruhe gebracht. Also sollte er wissen, was eine Currywurst ist. Im Ernst: Er passt eigentlich ins Ruhrgebiet. Er ist ein geradliniger, ehrlicher Mensch. Er bringt auch das nötige Feuer und Herz mit. Er ist griechischstämmig und sehr heimatverbunden. Sein Zuhause ist Karlsruhe, aber ich denke schon, dass sein Herz griechisch ist."

... die Fannähe von Giannikis: "Das ist schwer zu beantworten. Ich weiß nicht, ob er jetzt als Cheftrainer an der Seitenlinie tigern und sich vom RWE-Publikum mitreißen wird. Das wird man sehen. Manchmal ist er mit mir nach dem Spiel in die Kurve gegangen. Manchmal hat er den Beifall der Mannschaft überlassen. Aber er weiß, zu welch einem Verein er gewechselt ist. Ihm war es sehr wichtig, dass es ein Verein wie RWE wird - mit viel Energie und Leidenschaft."

... möglichen Erfolg in Essen von Giannikis: "Ich wünsche ihm natürlich von Herzen alles Gute. Wenn RWE die Geduld aufweist und er seine Taktik verwirklichen und in Ruhe vermitteln darf, dann bin ich mir sicher, dass da in Essen etwas Großes wachsen kann. Aber die Frage ist doch: In welchem Verein im Fußball gibt es denn heute noch Geduld?"

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