Essen

Das sagt Welling zu seinem RWE-Abgang

Michael Welling verlässt Rot-Weiss Essen.
Michael Welling verlässt Rot-Weiss Essen.
Foto: Lars Heidrich / FUNKE Foto Services

Essen. Wie diese Redaktion exklusiv berichtete, wird Michael Welling den Regionalligisten Rot-Weiss Essen verlassen. Nun äußern sich die Verantwortlichen. Es ist amtlich.

Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen hat bestätigt, dass Michael Welling den Klub auf eigenen Wunsch verlassen wird. Sieben Jahre lang war der 46-Jährige als geschäftsführender Vorsitzender für den Traditionsverein von der Hafenstraße verantwortlich.

Seit sechs Jahren in der Regionalliga

In der wohl größten Krise der Vereinsgeschichte hatte er den Klub im Sommer 2010 übernommen und innerhalb eines Jahres aus der Insolvenz geführt. Der sportliche Durchbruch gelang jedoch nicht.

Seit sechs Jahren steckt RWE in der Regionalliga West fest. Die Kritik wurde zuletzt immer lauter. Nun macht Welling Platz für einen neuen starken Mann, der bald in Essen vorgestellt und von seinem Vorgänger eingearbeitet wird. Bis zu seinem Ausscheiden wird Welling weiter die Geschäfte des Klubs führen.

Das hat der Verein nun offiziell bestätigt. André Helf, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Rot-Weiss Essen, erklärte: „Als Michael Welling vor einigen Wochen mit dem Wunsch auf uns zugekommen ist, seinen Vertrag vorzeitig zu beenden, war das für alle Aufsichtsratsmitglieder eine überraschende Nachricht und durchaus auch ein sehr emotionaler Moment. Auch wenn wir immer damit rechnen mussten, dass Michael Welling Rot-Weiss Essen verlässt, hatten wir stets gehofft, die äußerst erfolgreiche und vertrauensvolle Arbeit möglichst lange fortzusetzen. Für den Schritt von Michael Welling haben wir aber dennoch Verständnis und freuen uns, dass er sich bereit erklärt hat, den Übergang mit uns gemeinsam zu gestalten.“

„Wunderbare und prägende Jahre“

Auch Welling hat sich inzwischen zu seinem Rückzug geäußert. Seine Begründung im Wortlaut: "Die Entscheidung, Rot-Weiss Essen zu verlassen, ist mir sehr schwer gefallen. Auch wenn wir sportlich nicht den Erfolg haben feiern können, den sich alle in Essen erhoffen, konnten wir mit und seit der Insolvenz sehr vieles bewegen und aufbauen. Die Strukturen sind inzwischen gefestigt, die Prozesse eingespielt, wenngleich sich immer etwas verbessern lässt. Die letzten Jahre waren in jeder Hinsicht von einer unglaublichen Intensität, unter der vor allem auch die Familie mitunter leiden musste. Ich habe für mich persönlich das Gefühl, dass es nun Zeit für einen anderen Schritt ist, ohne zu wissen, wohin mich dieser führt. Definitiv werde ich aber mehr Zeit für meine Kinder haben. Ich bedanke mich für wunderbare und prägende Jahre bei Rot-Weiss Essen mit seinen vielen besonderen und leidensfähigen Fans und für die stets vertrauensvolle Arbeit mit den Gremien. Vor allem aber gilt mein großer Dank den Kollegen auf der Geschäftsstelle, denn nur mit ihrer Motivation und ihrem Einsatz waren so viele Dinge realisierbar. Sie werden sich auch zukünftig für Rot-Weiss einbringen und ich bin sicher, sich schon bald auch mit dem langersehnten Aufstieg belohnen."

Wann die Essener als Welling-Nachfolger präsentieren werden, ist noch nicht bekannt. Der Verein erklärte, dass der aktuelle RWE-Boss bei der Suche eingebunden wurde.

 
 

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