VfL-II-Trainer Grammozis gibt Debüt gegen alten Klub RWE

Dimitrios Grammozis kam 2012 zum VfL Bochum. Heute ist er Trainer der U23.
Dimitrios Grammozis kam 2012 zum VfL Bochum. Heute ist er Trainer der U23.
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
Rot-Weiss Essen empfängt am Freitag VfL Bochum II. Es ist das erste Rückrunden-Spiel der VfL-Reserve und das Debüt für Trainer Dimitrios Grammozis.

Essen.. Rot-Weiss Essen empfängt an diesem Freitag zum ersten Heimspiel in diesem Jahr den VfL Bochum II (19 Uhr, Hafenstraße). Da die Bochumer noch kein Pflichtspiel nach der Winterpause absolvieren konnten, ist es auch gleichzeitig ein Debüt für den neuen Trainer Dimitrios Grammozis (36), der die Mannschaft von Thomas Reis (zu den Profis aufgerückt) übernommen hat. Grammozis kennt aber zumindest das Essener Umfeld, er lief in der Saison 2006/07 für RWE in der 2.Bundesliga auf.

Hallo Herr Grammozis, freuen Sie sich schon auf Ihre Pflichtspiel-Premiere an der Hafenstraße als Cheftrainer?

Dimitrios Grammozis: Ja klar, wir sind bereit. Auch die Jungs freuen sich auf dieses Spiel und sind gut drauf. Die Anspannung steigt, das spürt man im Training. Die Einheiten werden immer intensiver, je näher das Spiel rückt.

Ist es ein Nachteil, dass Ihr Team nach der Winterpause noch kein Pflichtspiel absolvieren konnte?

Grammozis: Das wird sich zeigen. Natürlich sind Testspiele immer etwas anderes als Meisterschaftsspiele. Aber wir sind gut vorbereitet. Wir haben den Klassenerhalt als klares Ziel formuliert. Und ich bin überzeugt, dass wir das schaffen werden.

Worauf haben Sie denn die Schwerpunkte bei Ihrer Arbeit gelegt?

Grammozis: Wichtig ist, dass wir uns in der Defensive stabilisieren. Damit meine ich nicht nur die Viererkette, sondern die komplette Mannschaft. Da müssen wir einen kompakten Block hinbekommen. Das wird auch am Freitag wichtig sein.

Der VfL ist gut in die Saison gestartet, hatte dann aber eine Negativserie und blieb zehn Spiele lang ohne Sieg. Woran lag’s?

Grammozis: Die individuellen Fehler waren in der Hinrunde das Hauptproblem. Wir haben dadurch immer wieder Gegentore kassiert. Aber die Spieler sind jetzt auch schon wieder ein Stück weiter. Sie wissen jetzt, dass solche Schwächen in der Regionalliga bestraft werden.

Sie waren früher eher der rustikale Spielertyp, der im Mittelfeld über den Rasen pflügte. Sieht man das später als Trainer auch gerne mal bei seinen Spielern?

Grammozis: Darum geht es nicht. Defensive heißt ja auch nicht, dass man nur hinten umher rennt. Und wir wollen die Bälle auch nicht einfach nur nach vorne dreschen. Es gibt verschiedene taktische Möglichkeiten, den Gegner vom Tor fernzuhalten. Und da haben wir inzwischen als Mannschaft einen großen Schritt nach vorn gemacht.

Das wird in Essen wahrscheinlich auch notwendig sein.

Grammozis: Es gibt viele gute Gegner in dieser Liga. Aber Essen hat vorne schon eine außergewöhnliche Qualität. Meine Jungs wollen allerdings ja irgendwann vielleicht in der 2.Bundesliga auflaufen, da müssen sie sich auch gegen Spieler wie Kreyer, Studtrucker oder Platzek durchsetzen und beweisen.

Haben Sie sich das RWE-Spiel in Aachen angeschaut?

Grammozis: Ja,wir haben zwar zu der Zeit trainiert, aber ich hab’s mir später auf Video angesehen. Ich finde, die Essener haben Pech gehabt und waren die bessere Mannschaft.

Hört sich fast so an, als wären sie RWE-Fan. Erinnern Sie sich daran, dass Sie bei der Vorstellung damals an der Hafenstraße auf dem Motorrad vorgefahren wurden?

Grammozis: (lacht) Ach Gott, dass ist ja schon so lange lange her.

Haben sie denn noch Kontakt zu RWE?

Grammozis: Ab und zu habe ich mal mit Damian Jamro telefoniert. Aber von damals ist ja sonst auch keiner mehr dabei.

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