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Der FC Kray zieht mit Skorzenski-Entlassung die Reißleine

Der FC Kray zieht mit Skorzenski-Entlassung die Reißleine

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Foto: WAZ FotoPool
Ex-Fußball-Profi Stefan Blank übernimmt ab sofort den Trainerposten von Micha Skorzenski. Der gebürtige Gelsenkirchener gilt als „harter Hund“.

Essen. 

Der FC Kray hat auf die sportliche Talfahrt in dieser Regionalliga-Saison reagiert: Trainer Micha Skorzenski, der erst in der Sommerpause die Nachfolge von Michael Lorenz angetreten hatte, wurde am Montagabend nach nur vier Monaten freigestellt. Das bestätigte FCK-Manager Fabian Decker gegenüber dieser Zeitung.

Die sportliche Bilanz sprach eindeutig gegen den 33-jährigen Fußballlehrer, der zuvor für den Kölner Landesligisten Spvg. Frechen 20 tätig war. In 14 Spielen gelang den Essenern nur ein Sieg. Mit mageren acht Zählern findet sich der Klub auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder. Beim Pokalspiel am Mittwoch beim Oberligisten TV Jahn Hiesfeld wird bereits der neue Trainer auf der Bank der Krayer sitzen. Nachfolger Skorzenskis wird Ex-Profi Stefan Blank, im Ruhrgebiet kein Unbekannter.

Blank schoss 2004 Tor des Monats gegen FC Bayern

Der 38-jährige gebürtige Gelsenkirchener hat als Spieler Stationen wie Wattenscheid, Hannover 96, VfB Stuttgart, Werder Bremen, FC St. Pauli, Alemannia Aachen, 1. FC Kaiserslautern und zuletzt MSV Duisburg vorzuweisen, bei den Roten Teufeln brachte es der Abwehrspieler von 2004 bis 2006 immerhin auf 31 Bundesliga-Einsätze.

Einer breiten Sportöffentlichkeit wurde er 2004, damals noch im Trikot von Alemannia Aachen, bekannt, als er im Pokalspiel gegen den FC Bayern München das „Tor des Monats“ zum 1:0 erzielte. Die Aachener gewannen das Viertelfinale damals mit 2:1. Das DFB-Pokalfinale in Berlin, das die Aachener dann gegen Werder Bremen verloren, gilt als Highlight in der Karriere Stefan Blanks.

Kray tat sich mit Trennung von Skorzenski nicht leicht

Als Trainer sind seine bisherigen Stationen noch überschaubar: Nach dem Start als Jugendtrainer der U19 der SG Wattenscheid 09 übernahm er danach die Senioren in der Fünften Liga. Anschließend übernahm er den Sportdirektoren-Posten beim NRW-Ligisten SpVgg. Erkenschwick. Nach einem Intermezzo bei der zweiten Mannschaft des Nordost-Oberligisten Hallescher FC hatte er zuletzt als „Freundschaftsdienst“ den Trainerjob beim Bezirksligisten Eintracht Datteln inne.

Die Trennung von Skorzenski fiel den Klub-Verantwortlichen in Kray alles andere als leicht. Präsident Günther Oberholz: „Auf der Sympathie-Skala von eins bis zehn bekommt Micha eine 32 – aber im Fußball zählen nun mal am Ende die Ergebnisse.“ Und Manager Fabian Decker meinte: „Wir wollten vor den wichtigen Spielen im Pokal und in Wegberg-Beeck einfach nochmal einen Impuls setzen und den Jungs kein Alibi liefern. Geredet worden ist nun genug.“