RB Leipzig gegen FC Bayern München im DFB-Pokal: Dieser Anblick ist für die Fußballfans immer noch ungewohnt

David Herten
Matthias Opdenhövel moderierte alleine in Leipzig.
Matthias Opdenhövel moderierte alleine in Leipzig.
Foto: ARD

Leipzig. An diesen Anblick müssen die TV-Zuschauer sich offenbar erst noch gewöhnen.

In der ARD läuft Fußball, und Mehmet Scholl ist nicht dabei (dieses Mega-Gehalt zahlte die ARD dem TV-Experten). Beim Topspiel der 2. Runde im DFB-Pokal zwischen RB Leipzig und dem FC Bayern München vermissten viele Fans am Fernseher den beliebten TV-Experten.

Nachdem der 47-Jährige in diesem Sommer mit dem Sender aneinandergeraten war, wurde sein Vertrag mit dem Ersten aufgelöst (hier alle Einzelheiten zum Streit).

Scholl und seine legendären Sprüche

Der ehemalige Spieler des FC Bayern war beim TV-Publikum stets beliebt, weil er kein Blatt vor den Mund nahm. Unvergessen seine Kritik an dem aus seiner Sicht wenig lauffreudigen Mario Gomez bei der EM 2012: „Ich hatte zwischendurch Angst, dass er sich wundliegt und gewendet werden muss.“

Vier Jahre später bei der EURO in Frankreich kritisierte er Bundestrainer Joachim Löw scharf für den Umstand, dass er seine Taktik zu sehr an den Ideen von Chefscout Urs Siegenthaler ausrichte: „Der Herr Siegenthaler möge bitte seinen Job machen, morgens liegen bleiben, die anderen zum Training gehen lassen und nicht mit irgendwelchen Ideen kommen.“

-----------------------

Mehr zum Thema:

Nach Scholl-Aus in der ARD: Wird dieser Weltmeister der neue WM-Experte?

ARD rüffelt Mehmet Scholl: „Er muss die redaktionelle Hoheit akzeptieren“

Mehmet Scholl im Shitstorm - mit diesem fiesen Spruch über Cristiano Ronaldo sorgt er für Ärger

-----------------------

Scholl wollte nicht über Doping sprechen

In diesem Sommer hatte es dann den großen Knall gegeben. Beim Confed Cup hatte Scholl sich geweigert, über Doping im Fußball zu sprechen.

Die ARD hatte wochenlang zu diesem Thema recherchiert und eine aufwendige Reportage ausgestrahlt. Für Scholl war das Thema nach eigener Aussage aber „nicht relevant“. Er verließ das Studio. Kurz darauf kündigte der Sender die Zusammenarbeit.

Beim Topspiel der 2. DFB-Pokalrunde zwischen RB Leipzig und dem FC Bayern moderierte Matthias Opdenhövel daher alleine im Leipziger Zentralstadion.

Kurios: Das Zeit-Magazin hatte Scholl vor wenigen Wochen für tot erklärt. Hier alle Einzelheiten.