RB Leipzig bietet Wiederholung an - Fairness tut immer gut

Aufregung in Osnabrück: Trainer Ralf Rangnick (Mitte) versucht, die Gemüter zu beruhigen.
Aufregung in Osnabrück: Trainer Ralf Rangnick (Mitte) versucht, die Gemüter zu beruhigen.
Foto: imago/Picture Point LE
Nach dem Spielabbruch im DFB-Pokal zwischen Leipzig und dem VfL Osnabrück bietet Leipzigs Trainer Ralf Rangnick eine Wiederholung an. Ein Kommentar.

Essen.. Der Fußball-Zweitligist RB Leipzig hat es außerhalb seines eigenen Stadions nicht leicht. Durch die sprudelnden Millionen ihres Sponsors im Rücken gelten die Leipziger in der Fan-Szene als die Neureichen, die man am liebsten gar nicht empfangen würde. Sind sie dann aber nun mal da, werden sie ausgepfiffen. An guten Tagen. An schlechten Tagen fliegen Feuerzeuge wie in Osnabrück und ein Pokalspiel muss abgebrochen werden.

Vor der Folie der Anti-Leipzig-Stimmung könnte man auch das Wiederholungs-Angebot des Leipziger Trainers Ralf Rangnick als kühlen Schachzug werten. Erstens sieht die DFB-Rechtsordnung kein Wiederholungsspiel vor. Zweitens hat Leipzig auch bei einer Wiederholung nichts zu verlieren, denn der Klub lag beim Abbruch mit 0:1 zurück.

Man könnte aber auch anders argumentieren. Nämlich so, dass Rangnick sich mit seinem Angebot einfach nur fair verhalten hat. Mehr als eine Wiederholung anzubieten, kann er nicht tun. Auf das Sportgericht hat er keinen Einfluss.

Vielleicht sollte man sich in diesen Zeiten, in denen die Zeichen im Fußball auf Krawall stehen, für die zweite Interpretation entscheiden. Fairness tut immer gut. Selbst, wenn es am Ende nur eine Geste ist.

 
 

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