Konzert gegen Rassismus in Chemnitz: DFB-Kapitän Neuer hat eine klare Meinung

Manuel Neuer (l.) mit Julian Brandt (m.) und Thomas Müller bei der DFB-Pressekonferenz.
Manuel Neuer (l.) mit Julian Brandt (m.) und Thomas Müller bei der DFB-Pressekonferenz.
Foto: Andreas Gebert / Reuters

München. Nationalmannschaftskapitän Manuel Neuer hat sich lobend über das Konzert gegen Rassismus in Chemnitz geäußert. „Die Sache mit dem Konzert ist eine gute Sache, und ich finde es gut, dass viele Musiker daran teilgenommen haben“, sagte der Torwart des FC Bayern am Dienstag bei einer DFB-Pressekonferenz in München.

Auch das Signal des Fußball-Regionalligisten Chemnitzer FC, der sich von den ausländerfeindlichen Protesten in der sächsischen Stadt distanziert hatte, bezeichnete der 32-jährige Neuer als gut und wichtig.

Manuel Neuer sieht vorbildliche deutsche Nationalmannschaft

Zu dem Konzert gegen Rassismus waren am Montagabend 65 000 Zuschauer nach Chemnitz gekommen. Unter dem Motto "#wirsindmehr" spielten Bands wie die Toten Hosen, Kraftklub und die Rapper Marteria und Casper.

+++Nach Özil-Rücktritt: Dieser Spieler trägt künftig die Nummer 10 in der deutschen Nationalmannschaft+++

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bezeichnete Neuer trotz der Diskussionen im Sommer um die Erdogan-Fotos von Mesut Özil und Ilkay Gündogan als Vorbild. „Ich denke, dass die Nationalmannschaft immer dafür stand, eine gesunde Integration zu leben“, sagte Neuer. Er sei dankbar, „dass wir eine gesunde Mischung haben“, ergänzte der Kapitän.

------------------------------------

• Mehr Themen:

Flammender Appell der BVB-Fanabteilung: „Wir dulden keine Verrohung der Sprache“

FC Schalke 04: Reaktion auf Gewalt in Chemnitz – Fanclub sendet klare Botschaft

• Top-News des Tages:

Nach Özil-Rücktritt: Dieser Spieler trägt künftig die Nummer 10 in der deutschen Nationalmannschaft

Schalke-Manager Christian Heidel über Borussia Dortmund: „Der BVB ist doch schon verkauft“

-------------------------------------

Müller weist Spaltung zurück

Zu den jüngst in einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ thematisierten Rissen in der DFB-Elf zwischen Spielern mit und ohne Migrationshintergrund äußerte sich Neuer nicht. Er habe den Artikel nicht gelesen. Thomas Müller wies die Spaltung in sogenannte „Kanacken“ und „Kartoffeln“ zurück. „Natürlich haben wir Spieler, die in ihrem Privatleben ähnliche Interesse haben“, sagte der Münchner.

Von einer Spaltung oder permanenten Frotzeleien könne nicht die Rede sein. „Im Misserfolg gibt es viele Themen und Details, die genutzt oder benutzt werden, um Stimmungen darzustellen. Ich kann verneinen, dass es Risse im Team gibt“, beteuerte Müller, mit 94 Länderspielen der erfahrenste Akteur im aktuellen 22-Mann-Kader. (dpa)

 
 

EURE FAVORITEN

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Beschreibung anzeigen