Patrick Herrmann ist Gladbachs Derby-Versicherung

Patrick Herrmann hat gegen die "Geißböcke" noch nie verloren.
Patrick Herrmann hat gegen die "Geißböcke" noch nie verloren.
Foto: dpa
Mit Patrick Herrmann hat Gladbach gegen den Köln noch nie verloren. Der Ex-Nationalspieler würde gern sein erstes Saisontor im Derby erzielen.

Mönchengladbach.. Für Patrick Herrmann war die Arena im Kölner Ortsteil Müngersdorf bisher ein Spielfeld der Glückseligkeit. Mit Borussia Mönchengladbach hat der 26-jährige Außenangreifer, wenn er für die Fohlen auf dem Platz stand, noch kein Pflichtspiel gegen den Derby-Rivalen 1. FC Köln verloren. Inklusive der Heimauftritte gab es sechs Siege und zwei Unentschieden. Und: In der Domstadt feierte Herrmann im Juni 2015 sein Länderspieldebüt bei Bundestrainer Joachim Löw mit dem Test gegen die USA.

So gesehen könnte Herrmann, Gladbachs Derby-Versicherung, am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) die Partie beim Bundesliga-Schlusslicht als vortrefflichen Ausgangspunkt einer guten Rückrunde nehmen. Dafür müsste ihn Trainer Dieter Hecking allerdings aufstellen.

„Ich will bei der Borussia wieder kontinuierlich spielen“, betont Herrmann, „den Anspruch habe ich an mich.“ Das herauszustellen, ist dem Saarländer wichtig. Nach dem USA-Test folgten schließlich zwei von schweren Verletzungen durchsetzte Jahre, in denen an Profifußball oft nicht zu denken war.

Wieder federleicht

Herrmann hat sich wieder herangerobbt an den Gladbacher Fußballfokus, wusste im DFB-Pokalachtelfinale kurz vor Weihnachten gegen Bayer Leverkusen (0:1) erstmals seit langem wieder zu überzeugen. Seinem spanischen Spitznamen „Flaco“, der Federleichte, machte er da mit dem einen oder anderen Sololauf fast wie in alten, jungen Zeiten alle Ehre.

Genau dort will Herrmann wieder hin. Es gibt aber auch immer wieder Spekulationen darüber, der Dauer-Borusse könnte nach zehn Jahren über einen Vereinswechsel nachdenken. Als Werder Bremens Interesse vor der Weihnachtspause als Gerücht gestreut worden war, dementierte Herrmann umgehend. Im Sommer könnte die Wechselwilligkeit ausgeprägter sein. Der Vertrag in Gladbach bis 30. Juni 2019 steht jedenfalls bisher nicht zur Disposition, was eine Verlängerung anbetrifft.

Das sieht bei Nico Elvedi anders aus. Der Schweizer Nationalspieler hat sich als rechter Verteidiger etabliert und will längerfristig am Niederrhein bleiben. Erste Gespräche sind geführt, um das Vertragspapier über den 30. Juni 2020 zu verlängern. Die anstehende Weltmeisterschaft in Russland könnte Elvedis Wert, laut Internetportal transfermarkt.de aktuell zwölf Millionen Euro, leicht steigern – sollte Nationaltrainer Vladimir Petkovic den 21-jährigen Züricher bei der WM aufstellen.

Russland ist für Elvedi allerdings noch 17 Bundesliga-Pflichtspiele entfernt. Und das Gastspiel in Köln am Sonntag für Borussias Fangemeinde ohnehin das wichtigste des Jahres. Im Hinspiel war Elvedi der gefeierte Held mit seinem 1:0-Siegtreffer, das erste Bundesliga-Tor für den bescheidenen Schweizer.

Gladbacher Abwehr trifft

Wird Elvedi am Sonntag mit einem Überraschungsvorstoß erneut zur Gladbacher Derby-Versicherung? „Ich hätte nichts dagegen, schließlich soll es nicht bei einem Saisontor bleiben“, sagt der Abwehrspieler. Die Gladbacher Defensive sorgte in der Hinrunde schließlich für einige Punkte. Die Innenverteidiger Jannik Vestergaard und Matthias Ginter haben schon drei Tore auf dem Konto, Außenverteidiger Oscar Wendt sowie die Sechser Denis Zakaria und Christoph Kramer jeweils einen Treffer. Elvedi befindet sich also in guter Gesellschaft, während bei Patrick Herrmann noch die Null steht. „Das“, sagt Herrmann, „muss sich ändern.“ Vielleicht schon am Sonntag. Auf dem Lieblingsrasen in Köln.

 
 

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