Nach Pleite gegen Real - Ex-Schalker Draxler ätzt öffentlich gegen PSG-Trainer

Nahm beim Rückspiel von PSG gegen Real Madrid zunächst auf der Bank Platz: Weltmeister Julian Draxler.
Nahm beim Rückspiel von PSG gegen Real Madrid zunächst auf der Bank Platz: Weltmeister Julian Draxler.
Foto: dpa
  • Julian Draxler kritisiert PSG-Trainer Unai Emery nach dem Champions-League-Aus gegen Real Madrid
  • Dem Ex-Schalker missfällt besonders die Taktik

Paris Saint-Germain unterlag am Dienstagabend Real Madrid mit 1:2 (Hinspiel: 1:3) und ist aus der Champions League ausgeschieden. PSG-Star Julian Draxler knöpfte sich nach der Partie den eigenen Trainer vor.

Der 24-jährige Draxler wurde erst in der 76. Minute eingewechselt. Dabei stand er schon rund 20 Minuten vor dem Ende zur Einwechselung parat. Paris St. Germain-Trainer Unai Emery hatte sich aber nach dem 1:1-Ausgleich durch Edinson Cavani (71.) anders entschieden, und schickte Draxler weiter zum Warmmachen. Zum Unverständnis des gebürtigen Gladbeckers.

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„Das war unsensibel und ich habe es auch nicht ganz verstanden. Das 1:1 hat uns überhaupt nichts gebracht. Ich weiß nicht, was los war. Ich war überrascht und auch ein bisschen sauer“, war Draxler im Gespräch im ZDF-Studio sichtlich angefressen.

Auch nach dem 1:1-Treffer sei kein Ruck durch die Mannschaft gegangen, sagte Draxler: „Jeder hat gespürt, dass das Spiel nicht mehr kippen wird.“

Di Maria in der Startelf

Der deutsche Nationalspieler war noch am Samstag über die volle Spieldistanz für Paris im Einsatz. Beim 2:0 gegen Troyes bereitete er auch ein Tor vor. Draxler war gut in Form. Doch Emery entschied sich gegen den deutschen Nationalspieler und für den Argentinier Angel Di Maria in der Startaufstellung.

Draxler verfolgte das Spiel bis zu 76. Minute auf der Bank und zeigte sich von der Vorstellung der Kollegen sowie der taktischen Ausrichtung des Trainers enttäuscht. „Ich habe sehr gelitten. Das war insgesamt viel zu wenig von uns. Es ist schwer zu akzeptieren, dass wir so sang- und klanglos ausgeschieden sind. Wir hätten den Gegner unter Druck setzen sollen, aber das haben wir nicht gemacht und sind verdient ausgeschieden. Das sollte uns zu denken geben“, sagte der Ex-Schalker nach dem Spiel.

Ob es bei PSG nach dem erneuten Aus im Champions-League-Achtelfinale einen Umbruch geben wird, weiß Draxler nicht, betont jedoch: „Umbruch ist immer so ein Wort. Wir haben im Sommer schon 400 Millionen in die Hand genommen.“

Vertrag läuft bis 2021

Draxler, dessen Vertrag in Paris bis zum 30. Juni 2021 läuft, spielt eine ordentliche Saison. In der Ligue 1, in der Paris 14 Punkte vor der Konkurrenz liegt und den Meister-Titel wohl verteidigen wird, kam er bislang zu 23 Einsätzen (drei Tore, vier Vorlagen), im Pokal bestritt der offensive Mittelfeldspieler sechs Begegnungen (ein Tor, drei Vorlagen) und in der Champions League kam Draxler achtmal (kein Treffer, zwei Vorlagen) zum Einsatz.

Bundestrainer Joachim Löw lobte seinen Nationalspieler noch in der Halbzeitpause gegenüber dem ZDF: „Julian spielt eine ordentliche Saison. Zuletzt hat er wieder ein Tor vorbereitet. Ich mache mir um seine Form keine Sorgen.“ Doch auch dieses Lob konnte Draxler nach dem Aus gegen Real Madrid nicht trösten.

 
 

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