Wie MSV-Profi Stoppelkamp an Nürnbergs Torwart Kirschbaum verzweifelte

Moritz Stoppelkamp vom MSV Duisburg.
Moritz Stoppelkamp vom MSV Duisburg.
Foto: imago

Duisburg.. Bei der Analyse waren sich Manager und Trainer einig. Das Ergebnis passte für Ivica Grlic und Ilia Gruev so gar nicht zum Spielverlauf. Ein gerechtes Resultat hätte für beide mehr Tore beinhaltet. Manager Grlic sprach von einem möglichen 7:6 für den MSV Duisburg, Trainer Gruev von einem 5:5 oder 6:6. Das tatsächliche Ergebnis war aber ein völlig anderes: Mit 1:6 (0:2) verloren die Duisburger ihre Zweitliga-Partie gegen den 1. FC Nürnberg. Bei den Torschüssen lagen die Gastgeber wohlgemerkt mit 22:15 vorne.

Dementsprechend monierte Gruev die Chancenverwertung. „Das tat schon weh“, sagte der 47-Jährige. Einer seiner Spieler ging ins Detail. „Wir hatten auch ein bisschen Pech mit meinem Pfostentreffer“, sagte Moritz Stoppelkamp über eine Szene in der 24. Minute. Der 30-Jährige lobte zudem Gästetorwart Thorsten Kirschbaum. „Der hält heute locker fünf, sechs, sieben Mal richtig stark“, sagte der spielfreudige und engagierte MSV-Profi.

Beispiele gefällig? Nürnbergs Torwart war bei einer Doppelchance von Stoppelkamp und Lukas Fröde zur Stelle (22.). Kirschbaum zeigte auch in der 34. und 39. Minute sein Können: Wieder wehrte er Stoppelkamp-Schüsse ab.

Und auch nach dem Wechsel ragte der Nürnberger Schlussmann heraus. Bei einer Eins-gegen-Eins-Situation gegen Stanislav Iljutcenko blieb Kirschbaum lange stehen und verhinderte so das Gegentor (51.). Und auch Stoppelkamps vierte gute Chance machte der 30-Jährige zunichte (58.). Wenigstens einmal konnte Duisburgs Offensivspieler Kirschbaum bezwingen – acht Minuten vor Schluss vom Elfmeterpunkt zum zwischenzeitlichen 1:5. „Ich hatte zuvor Pech mit dem Pfostentreffer und dem überragenden Torwart. Da wollte ich es dann erzwingen“, sagte Stoppelkamp über sein viertes Saisontor.

Gejubelt wurde natürlich nur zaghaft. Trotzdem war es Gruev wichtig, dass seine Mannschaft die Partie nicht torlos beendete. „Natürlich war ich froh, dass Stoppelkamp den Elfmeter verwandelt hat“, sagte er. Es war ein Beweis dafür, dass die Duisburger das Toreschießen nicht vollkommen verlernt haben.

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