Duisburg

Warum das Derby für den MSV Duisburg erneut eine Zäsur war

Moritz Stoppelkamp schaut frustriert nach oben – die Spitzengruppe erscheint für den MSV Duisburg nun weitgehend unerreichbar.
Moritz Stoppelkamp schaut frustriert nach oben – die Spitzengruppe erscheint für den MSV Duisburg nun weitgehend unerreichbar.
Foto: Fabian Strauch / FUNKE Foto Services

Duisburg. Das Derby gegen Fortuna Düsseldorf war für die Zweitliga-Fußballer des MSV Duisburg erneut eine Zäsur – wie schon in der Hinrunde. Nach der 1:3-Niederlage im Oktober mussten die damals forsch stürmenden Zebras ein Konzept finden, um den Sturz in den Tabellenkeller zu verhindern Es ist hinlänglich bekannt, dass dies Trainer Ilia Gruev mit einer defensiver orientierten Ausrichtung glückte.

Nun, nach dem erneuten Duell mit dem Nachbarn aus der Landeshauptstadt, steht der MSV in der Liga einmal mehr vor einer neuen Herausforderung. Die 1:2-Niederlage gegen die Fortuna kam einem Stich in einen Luftballon gleich. In den letzten Wochen durften die Fans von einem wundersamen Durchmarsch in die Bundesliga träumen. Die Luft ist nun entwichen, einen neuen Ballon werden die Zebras vermutlich nicht mehr aufblasen.

Ein nicht gegebener Elfmeter, eine unberechtigte gelbe Karte gegen Kapitän Kevin Wolze, vergebene Torchancen in der Nachspielzeit – es fehlte am Sonntag nicht viel, um dem Tabellenführer zumindest einen Punkt abzuknöpfen. Unter dem Strich standen aber die entscheidenden Details, die den Unterschied zwischen dem Spitzenreiter und dem MSV ausmachten.

In der Hinrunde war das Spiel gegen Eintracht Braunschweig, der nun am Sonntag Gastgeber der Meidericher sein wird, ein Wendepunkt. Mit einem 0:0, das für die Zuschauer harte Kost war, legten die Zebras den Grundstein für ihren Aufschwung. Nun geht es in den nächsten Wochen nicht nur darum, diese lästigen drei Zähler, die zur 40-Punkte-Marke fehlen, einzusammeln. Der MSV hat die Chance, eine erfolgreiche Spielzeit mit einem einstelligen Tabellenplatz zu krönen. Das wäre mehr als vor der Saison zu erwarten war.

Wie schon in der Hinrunde trifft der MSV nun mit der Last von zwei Niederlagen in Folge auf Eintracht Braunschweig. In der Löwen-Stadt wollen die Zebras den Trend umkehren. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in eine Negativspirale geraten“, sagt Mittelfeldspieler Fabian Schnellhardt.

In der Hinrunde schaffte der MSV nach der Niederlage in Düsseldorf eindrucksvoll die Wende. Gegen die acht Teams, die das Gruev-Team nun noch in dieser Saison vor der Brust hat, holte es im Herbst 14 Punkte. Gelingt dies erneut, käme der Aufsteiger in der Endabrechnung auf 51 Punkte. In den letzten vier Jahren reichte das immer für Platz fünf.

Im Hinblick auf das Braunschweig-Spiel muss sich Trainer Gruev Gedanken machen, wer den gesperrten Lukas Fröde im defensiven Mittelfeld ersetzt. Mit Tim Albutat und Winter-Neuzugang Christian Gartner werfen zwei Spieler ihren Hut in den Ring.

 
 

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