Walter Hellmich lässt den MSV Duisburg weiter auf Schuldenschnitt warten

Dirk Retzlaff
Jürgen Marbach verhandelt mit Ex-MSV-Chef Walter Hellmich.
Jürgen Marbach verhandelt mit Ex-MSV-Chef Walter Hellmich.
Foto: Stephan Eickershoff
Der MSV Duisburg braucht dringend einen Schuldenschnitt. Doch der EX-MSV-Chef Walter Hellmich stellt sich quer und ohne seine Unterschrift ist ein Schnitt nicht möglich. Sollte der Schnitt nicht gelingen, kommen auf den MSV - und die Zeichner seiner Anleihe - schwere Zeiten zu.

Duisburg. Das hört sich nicht nach einem Fortschritt an: Seit Wochen versuchen die Verantwortlichen des MSV Duisburg ihren Ex-Boss Walter Hellmich zur Unterschrift unter den Schuldenschnitt zu bewegen. Zuletzt wartete Aufsichtsratschef Jürgen Marbach nach einem Gespräch mit Hellmich auf eine Antwort des Bauunternehmers. „Er hat sich gemeldet. Seine Antwort war aber eher sibyllinisch“, erklärte Marbach am Rande des Spiels gegen Rostock (2:0).

Im Klartext: Das Warten auf die für den MSV überlebensnotwendigen Zusage von Hellmich geht weiter, mehr als geheimnisvolle und nicht interpretierbare Aussagen des Dinslakeners gibt es offenbar nicht. Marbach gilt als einziger Vertreter des MSV, der einen Zugang zu Hellmich hat. Ein Gespräch zwischen Hellmich und MSV-Chef Udo Kirmse soll unlängst im Eklat geendet sein. Ohne Hellmichs Unterschrift ist der Schuldenschnitt nicht möglich. Für die Nachlizenzierung zum 31. Oktober benötigt der MSV aber diesen Schnitt. Andernfalls drohen Sanktionen des DFB und die Insolvenz. Und all jene, die gerade die Fan-Anleihe gezeichnet haben, wechseln ihren Status: vom Schuldner zum Gläubiger.