Wahnsinn! Onuegbu wird in der 90. Minute zum MSV-Held

Arne Feick foult Duisburgs Ahmet Engin, der am Boden liegt.
Arne Feick foult Duisburgs Ahmet Engin, der am Boden liegt.
Foto: firo

Duisburg.. Der MSV Duisburg hat in der 2. Bundesliga Moral bewiesen und im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim 3:3 (1:3) gespielt.

Als Dustin Bomheuer auf dem Boden kauerte und das Gesicht in seinen Händen vergrub, wurde dem Gros der 13.105 Zuschauer in der Schauinsland Reisen Arena zu Duisburg bewusst, dass das Zweitliga-Spiel gegen den 1. FC Heidenheim ein ganz harter Brocken werden würde. Zu diesem Zweitpunkt waren 42 Minuten absolviert, der MSV Duisburg lag nach einem Eigentor von Bomheuer gegen die Württemberger mit 1:3 im Hintertreffen. Und die breite Duisburger Brust, die sich die Zebras durch die vergangenen Erfolge in der Liga antrainiert hatten, wurde dann doch wieder recht schmal. Aber: Die Duisburger schafften trotzdem noch die Wende, dank eines umjubelten Treffers von Kingsley Onuegbu in der 90. Spielminute. Onuegbu wurde kurz vor Schluss zum MSV-Held. Die Partie endete 3:3.

Der MSV Duisburg kam gut in die Partie, riss freilich keine Bäume aus, kontrollierte die Begegnung gegen Heidenheim aber in gewohnter Manier. In der 14. Minute folgte dann der erste Fingerzeig darauf, dass in diesem Spiel etwas anders laufen sollte. Die sonst so sattelfeste Innenverteidigung um Gerrit Nauber und Bomheuer erwischte einen rabenschwarzen Tag. Maximilian Thiel nutzte den kollektiven Tiefschlaf eiskalt – 1:0 für die Gäste. In der Folge reagierten die Meidericher aber keineswegs geschockt, konnten durch Kapitän Kevin Wolze per Strafstoß den Ausgleich markieren (27.). Doch die MSV-Defensive fand einfach nicht in die Partie.

Heidenheim eiskalt

Nur sechs Minuten später stürzte sich die Abwehr erneut in ein Malheur. Und Heidenheim war zu diesem Zeitpunkt eiskalt. Wolze rückte zu spät raus, Schnatterer suchte sich in aller Ruhe das lange Eck aus, Tor für die Gäste. Und dann war da eben noch die 42. Minute, als Bomheuer seine unglückliche Vorstellung mit einem Eigentor abrundete. Es schien, als sei der Stecker bei den Zebras gezogen. Doch Trainer Ilia Gruev fand in der Pause wohl die richtigen Worte – seine Mannschaft kam stark verändert aus der Kabine.

Plötzlich stimmte die Einstellung. Der MSV agierte mit großem Kämpferherz – und konnte erneut durch Wolze, der per sehenswertem Distanzschuss traf, früh den Anschlusstreffer erzielen (50.). Anschließend rannen die Zebras munter an, versuchten alles, um doch noch den Ausgleich zu erzielen. Chancen von Tashchy und Moritz Stoppelkamp blieben ungenutzt, doch der MSV belohnte sich kurz vor Schluss durch den Onuegbu-Treffer für den großen Kampf.

Am kommenden Sonntag gastiert die Gruev-Elf dann am Darmstadter Böllenfalltor (13.30 Uhr/Sky) und kann dort unter Beweis stellen, dass es weiter aufwärts geht.

MSV Duisburg - Heidenheim 3:3

Tore: 0:1 Thiel (14.), 1:1 Wolze (27.), 1:2 Schnatterer (33.), 1:3 Bomheuer (Eigentor, 42.). 2:3 Wolze (50.), 3:3 Onuegbu (90.)

 
 

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