Duisburg

Vor Finale im DERWESTEN.de-Niederrheinpokal: Das denkt MSV-Trainer Gruev über Rot-Weiss Essen

Trainer Ilia Gruev vom MSV Duisburg.
Trainer Ilia Gruev vom MSV Duisburg.
Foto: firo
  • Der MSV Duisburg gilt im Finale des Niederrheinpokals gegen RWE als klarer Favorit
  • Zebra-Trainer Ilia Gruev warnt vor voreiligen Prognosen

Duisburg.  Das Wort des Jahres beim MSV Duisburg durfte auch bei der letzten Pressekonferenz der am Donnerstag für die Zebras endenden Saison nicht fehlen. „Wir wollten auch nach dem feststehenden Aufstieg beide ausstehenden Spiele noch seriös angehen. Nachdem wir die erste Aufgabe erfolgreich gelöst haben, wollen wir nun auch den Niederrheinpokal nach Duisburg holen“, sagte Ilia Gruev, Trainer des künftigen Fußball-Zweitligisten.

Die vielzitierte Seriosität, die sein Team beim Drittliga-Ausklang mit einem 5:1 gegen den FSV Zwickau unter Beweis gestellt hat, soll am Donnerstag ab 17 Uhr Regionalligist Rot-Weiß Essen zu spüren bekommen – auch wenn der Klub von der Hafenstraße im heimischen Stadion zumindest quantitativ einen größeren Rückhalt von den Rängen besitzen dürfte.

Die sportliche Wertigkeit ist, bedingt durch den Aufstieg des MSV, der vor drei Jahren den Niederrheinpokal gewann, eher gering anzusiedeln. Während es in den meisten anderen Landesverbänden beim „Finaltag der Amateure“ darum geht, sich das Ticket für den DFB-Pokal zu sichern, haben es am Niederrhein schon beide Finalisten in der Tasche. „Ich glaube aber nicht, dass dieses Finale ein Freundschaftsspiel wird“, meint Gruev, der sich auf einen wenig entspannenden Saisonausklang vorbereitet.

Özbeck könnte für den MSV an seiner alten Wirkungsstätte auflaufen

„Man spielt nicht jeden Tag ein Finale. RWE wird sehr motiviert sein, da müssen wir dagegenhalten“, formuliert er die Devise. Gerüchteweise soll es ja auch schon irgendwo diese „Double“-T-Shirts geben; und so oft haben auch die MSV-Profis nicht die Chance, innerhalb von einer Woche die Trophäen für Meisterschaft und Pokal in die Höhe zu stemmen.

Dementsprechend macht der Coach auch noch ein Geheimnis aus seiner Aufstellung. Klar ist nur eines: Martin Dausch, der am Mittwoch beim 1. FC Saarbrücken als Neuzugang vorgestellt wurde, wird nicht mehr zum Kader gehören. Denkbar wäre, dass Baris Özbek an alter Wirkungsstätte aufläuft.

Der nach seiner langen Rotsperre noch nicht wieder in Tritt gekommene Mittelfeldmann absolvierte fast auf den Tag genau vor zehn Jahren, am 20. Mai 2007, sein letztes Pflichtspiel für die Essener, aus deren Nachwuchs er hervorgegangen war: Das 0:3 in Duisburg besiegelte den RWE-Abstieg in die Drittklassigkeit und brachte dem MSV den bislang letzten Bundesliga-Aufstieg. Ob im Tor Marcel Lenz steht, ließ Gruev auch offen. Der Ersatzkeeper absolvierte alle Pokalspiele bis auf das Halbfinale in Oberhausen, das er verletzt verpasste.

Gruev hat keine Angst vor den RWE-Fans

Den Gegner, der als Titelverteidiger ins Rennen geht, nimmt der Chefcoach ernst. „Zwischen einem Drittligisten und einem Spitzenteam der Regionalliga ist kein so großer Unterschied – und ich halte RWE für ein Spitzenteam. Mit Sven Demandt haben sie auch einen guten Trainer“, sagt Gruev.

Die Übermacht der Essener Anhänger auf den Rängen schreckt ihn nicht: „Natürlich hatten wir gehofft, dass wir mehr Karten bekommen. Aber unsere Fans werden ihren Beitrag leisten, diese Unterstützung spüren wir immer.“

Der „Finaltag der Amateure“

Der „Finaltag der Amateure“, der am Donnerstag ab 12.35 Uhr im Ersten übertragen wird, umfasst 19 Landespokalendspiele, die auf drei Blöcke aufgeteilt sind. RWE und der MSV spielen im dritten Block ab 17 Uhr in einer Konferenz mit den Finalspielen aus Berlin (Viktoria 1889 – BFC Dynamo), Mittelrhein (Fortuna Köln – Bonner SC), Saarland (SV Elversberg – 1. FC Saarbrücken), Schleswig-Holstein (SV Eichede – Holstein Kiel), Südwest (Wormatia Worms – SV Morlautern) und Westfalen (SC Paderborn – Sportfreunde Lotte).

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