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Vergewaltigungsvorwurf vom Tisch – Yaffa bis 2017 beim MSV

Anwalt: Yaffa weiterhin beim MSV Duisburg unter Vertrag

14 01 2015 xbhx Fussball.jpg
Foto: imago/Jan Huebner
  • Das Ermittlungsverfahren gegen MSV-Kicker Yusupha Yaffa ist eingestellt
  • Laut seinem Anwalt möchte er so schnell wie möglich wieder Fußball spielen
  • Der Vertrag des Angreifers läuft noch bis Sommer 2017

Duisburg/Frankfurt. 

Yusupha Yaffa steht offenbar noch bis zum Sommer 2017 beim Fußball-Drittligisten MSV Duisburg unter Vertrag. Dies erklärte Yaffas Anwalt Klaus Walter am Freitag gegenüber der Sportredaktion. Zuvor hatte Walter eine Pressemitteilung veröffentlicht, nach der Yaffa, der unter Verdacht stand, in der Wohnung des Frankfurter Profis Carlos Zambrano eine Frau vergewaltigt zu haben, von den Vorwürfen entlastet ist. Im Januar 2015 hatte ihn die Frankfurter Polizei verhaftet.

„Bereits am 20. Mai 2016 hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main das gegen den Fußballprofi Yusupha Yaffa gerichtete Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Straftat einer Vergewaltigung nach § 170 Absatz 2 der Strafprozessordnung eingestellt“, heißt es in der Pressemitteilung.

Der Anwalt führt weiter aus:“Die Einstellung erfolgte, nachdem die Ermittlungen ergeben hatten, dass sich der gegen Herrn Yaffa gerichtete Verdacht einer Straftat nicht bestätigt hat. Der gegen Herrn Yaffa erhobene Vorwurf ist damit ausgeräumt. Auf Nachfrage hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main nunmehr mitgeteilt, dass die Anzeigenerstatterin von der Möglichkeit, innerhalb der vorgesehenen Frist Beschwerde gegen die Verfahrenseinstellung zu erheben, abgesehen hat. Damit ist die Einstellung des Verfahrens gegen Herrn Yaffa in Rechtskraft erwachsen.“

Einsätze nur in der Oberliga

Der MSV hatte Yaffa im September vergangenen Jahres unter Vertrag genommen. Der 19-Jährige, der zuvor bei Eintracht Frankfurt am Ball war, galt als Perspektivspieler für die Profi-Mannschaft, war aber nur für die Duisburger U 23 in der Oberliga im Einsatz. Mit der Abmeldung der U 23 vom Spielbetrieb galt der Offensivspieler bislang als Abgang.

Dies ist aus Sicht des Gambiers mit italienischen Pass aber nicht der Fall. Sein Anwalt erklärt: „Er brennt nun darauf, seine fußballerischen Fähigkeiten unbelastet unter Beweis zu stellen und seine Mannschaft mit höchster Konzentration und uneingeschränkter Leistungsfähigkeit zu unterstützen.“

Yaffa stand zusätzlich unter Verdacht, Urkundenfälschung betrieben zu haben und tatsächlich neun Jahre älter zu sein. Bislang erhärtete sich dieser Verdacht nicht.