Tage der Entscheidung in der Trainerfrage beim MSV Duisburg

Dirk Retzlaff
Geschäftsführer Roland Kentsch (li.), Aufsichtsratsvorsitzender David Karpathy und der Vorstandsvorsitzende Dieter Steffen haben spannende Tage vor sich. (Foto: Lars Fröhlich / WAZ FotoPool)
Geschäftsführer Roland Kentsch (li.), Aufsichtsratsvorsitzender David Karpathy und der Vorstandsvorsitzende Dieter Steffen haben spannende Tage vor sich. (Foto: Lars Fröhlich / WAZ FotoPool)
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Duisburg. Beim MSV Duisburg geht es in dieser Woche Schlag auf Schlag. Am Dienstag tagt der Aufsichtsrat der MSV-Kapital-Gesellschaft. Am Mittwoch kommen in den Räumen der Sparkasse die Mitglieder des Aufsichtsrates des Vereins zusammen. Bis Mittwoch will MSV-Geschäftsführer Roland Kentsch die Trainerfrage geklärt sehen, und am Samstag wollen sich alle Beteiligten zurücklehnen, um das Abschiedsspiel von Ivica Grlic zu genießen.

Die Sitzungen unter der Woche könnten manchem jedoch die Stimmung im Vorfeld des Grlic-Spiels verhageln. Mit Spannung erwarten die Beobachter die morgige Entscheidung des Aufsichtsrates, wenn die Mitglieder den Stadtwerke-Vorstand Edmund Baer als neuen stellvertretenden Vorsitzenden bestätigen oder ablehnen müssen.

MSV sucht nachhaltige Lösung

Zwar könnten MSV-Chef Dieter Steffen und „Vize“ Stephan Bock innerhalb der nächsten 14 Tage einen weiteren Versuch mit einem anderen Kandidaten unternehmen, doch dürfte der Vorstand gescheitert sein, wenn die Personalie Baer nicht durchgeht. Wie aus Aufsichtsratskreisen verlautet, sieht es derzeit nicht nach einem einstimmigen Votum aus.

In der heutigen Sitzung der Kapitalgesellschaft, die für den Spielbetrieb verantwortlich ist, steht die Trainerfrage zwar nicht auf der Tagesordnung, wird die Sitzungsteilnehmer dennoch beschäftigen. „Wir werden zu diesem Thema auch Sportdirektor Ivica Grlic hören“, so Aufsichtsratschef David Karpathy. Karpathy wollte sich gestern zu Kandidaten nicht äußern, unterstrich jedoch, was von der Entscheidung abhängt. „Wir müssen eine Lösung finden, die uns nachhaltig weiter bringt.“

Krisensitzung in Ingolstadt am Mittwoch

Ob nun Oliver Reck langfristig das Vertrauen erhält oder ein externer Coach die Zebras aus dem Keller führen soll, ist weiterhin offen. Der Ingolstädter Trainer Benno Möhlmann, dessen Job beim Tabellenletzten gefährdet ist, erklärte gestern, dass er noch keinen Kontakt zum MSV gehabt hätte. Bei den Bayern steht neben Möhlmann, der beim MSV als Wunschkandidat gehandelt wird, vor allem Sportdirektor Harald Gärtner in der Schusslinie. Erst am Mittwoch steht beim FCI eine Krisensitzung zur sportlichen Situation an.

Die Mannschaft hat heute trainingsfrei. Die nächste Einheit steht erst morgen um 15 Uhr in Meiderich auf dem Programm. Die soll dann kein Interims-, sondern ein Cheftrainer leiten. Der kann dann auch Oliver Reck heißen.