Stürmer Jupp Boyamba wechselt zum FC Schalke 04

Durchstarter: Duisburgs Jupp Boyamba (Mitte), hier im Spiel gegen Schalke, stürmt ab Sommer für Königsblau.
Durchstarter: Duisburgs Jupp Boyamba (Mitte), hier im Spiel gegen Schalke, stürmt ab Sommer für Königsblau.
Foto: WAZ FotoPool
Der MSV Duisburg verliert sein U-19-Torjägertalent an die Königsblauen. Carsten Wolters und Christian Mollocher sagen, was bei ihren Jugendteams besser werden muss und was gut war.

Duisburg.. Am Montag endete die trainingsfreie Zeit für die beiden Bundesliga-Nachwuchsmannschaften des MSV Duisburg. Sowohl die U 19 als auch die U 17 starteten in die Vorbereitung auf die Restrunde, die im Februar fortgesetzt wird.

Mit dem bisherigen Verlauf zeigt sich A-Jugendtrainer Carsten Wolters einverstanden. Der Ex-Profi liegt mit seinem Talentschuppen auf Platz sieben der Tabelle. „Wir haben insgesamt nur vier Partien verloren. Vor der Saison hätte ich diese Zwischenbilanz ohne weiteres unterschrieben. Aber so wie die Begegnungen gelaufen sind, haben wir vier, fünf Punkte zu wenig.“ Vor allem das 2:3 bei Borussia Dortmund ärgerte Wolters mehrere Tage lang, „weil wir es nicht geschafft haben, trotz einer 2:0-Führung etwas mitzunehmen. Und das 4:4 bei Rot-Weiß Essen, bei dem wir ebenfalls einen Zwei-Tore-Vorsprung verspielt haben, war ebenfalls unnötig.“

Der MSV-Coach zeigt auf: „Was meinem Team noch fehlt, ist mehr Handlungsschnelligkeit in der Defensive und die Eigenschaft, den Sack endgültig zuzumachen.“ Was Wolters positiv bewertet: „Wir haben keine Angst vor großen Namen. Gegen die Topteams Leverkusen, Schalke und Mönchengladbach haben wir gepunktet und gute Leistungen gezeigt. Meine Jungs wollen weiterkommen.“

Stürmer Jupp Boyamba (sieben Tore, drei Assists) erfüllt dieses Kriterium ganz besonders. Der 17-Jährige wird auf dem Portal transfermarkt.de bereits als Neuzugang beim FC Schalke 04 geführt. Und zwar ab dem 1. Juli 2014. Boyamba erhält bei den Königsblauen ein Arbeitspapier bis Sommer 2017, wird dort noch eine Spielzeit in der U 19 kicken, bevor er in die U 23 aufrückt. Nach Informationen der Sportredaktion hatten auch Fortuna Düsseldorf, Bayer 04 Leverkusen, der 1. FC Köln und das von Getränke-Milliardär Dietrich Mateschitz hochgepowerte RB Leipzig die Fühler nach Boyamba ausgestreckt.

Wolters: „Ob der Weg richtig ist, wird sich zeigen. In Schalke ist die Konkurrenz größer, hier beim MSV wäre die Strecke in die erste Seniorenmannschaft kürzer gewesen. Jupp setzt bei uns als Jungjahrgang Akzente. Ich bin schon etwas traurig, dass er geht.“

Bei der U 17 will Coach Christian Mollocher aus seinem Kader noch das eine oder andere Prozent heraus kitzeln. „Wir haben vor, in der zweiten Serie nochmal anzugreifen. Ich hoffe, dass es bei meinen Jungs klick macht“, sagt der hauptberufliche Lehrer, der mit den Zebras auf Platz sechs überwintert. Mollocher: „Die Ausbeute war okay. In Schulnoten ausgedrückt: Zwischen zwei und drei. Aber zum Schluss haben wir ein bisschen nachgelassen.“ Von den letzten vier Spielen wurde keines gewonnen. „Nur“ gegen Borussia Dortmund sprang ein 1:1-Remis heraus. Gegen Schalke (0:3), Aachen (1:2) und Bielefeld (0:1) setzte es Niederlagen. Der U-17-Trainer: „Da war natürlich mehr eingeplant. Gegen Bielefeld haben wir vier Großchancen vergeben, im Duell mit Aachen war es noch viel mehr. Die Alemannia hat aus eineinhalb Szenen zwei Treffer markiert. Es gibt Spiele, in denen du einfach Pech hast.“

„Wollen hier etwas rocken“

Mollocher zeigt sich für die zweite Saisonhälfte kämpferisch. „Wir wollen hier etwas rocken. Die Lehren aus dem bisherigen Verlauf sind die, dass wir nur auf das nächste Spiel schauen und keine Hochrechnungen machen. Mit manchen Spielern werde ich vielleicht etwas kritischer umgehen. Von einem Mo Cisse, der mittlerweile über 30 Bundesligaspiele gemacht hat, erwarte ich künftig mehr.“ Der ehemalige Kölner schiebt nach: „Es geht darum, dass die Jungs den nächsten Schritt machen. Sie haben alle ein Ziel vor Augen, nämlich Profi zu werden. Und dafür muss man etwas tun.“

 
 

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