Steiner, Paeffgen und Eilers entscheiden über den MSV Duisburg

Udo Steiner leitet am Mittwoch die Verhandlung vor dem Ständigen Schiedsgericht des DFB.
Udo Steiner leitet am Mittwoch die Verhandlung vor dem Ständigen Schiedsgericht des DFB.
Foto: imago
Der Verhandlungsort in Frankfurt ist geheim, der Ausgang der Sitzung des Ständigen neutralen Schiedsgerichts des DFB ist ungewiss. Am Mittwoch wird die Klage des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg gegen den Lizenzentzug verhandelt. Wir stellen das Trio, das über die Lizenz entscheidet, vor.

Duisburg. Der MSV Duisburg wird mit dem neuen Geschäftsführer Björn Scheferling, dem neuen KGaA-Chef Jürgen Marbach, Rechtsanwalt Horst Kletke und dem Vorstandsvorsitzenden Udo Kirmse antreten. Die Vorstandsmitglieder Bernard Dietz und Ingo Wald reisen auch nach Frankfurt, gehören aber nicht der Delegation an. Dem Schiedsgericht gehören drei Herren an: Professor Dr. Udo Steiner als Vorsitzender der Kammer sowie Theo Paeffgen und Goetz Eilers als Beisitzer. Die Redaktion stellt das Trio, das über die Lizenz entscheidet, vor.

Udo Steiner (73) ist gebürtiger Bayreuther. Der Jurist war von 1995 bis 2007 Richter am Bundesverfassungsgericht. Steiner lehrte in Bielefeld, Erlangen, Göttingen und Regensburg. Als Vorsitzender des Schiedsgerichtes besiegelte Steiner mit seiner Kammer kürzlich den Ausschluss von Dynamo Dresden aus dem DFB-Pokal-Wettbewerb. Steiner hat sich zudem als Wettbetrugs-Experte einen Namen gemacht.

Anwalt von Schalke 04

Der MSV Duisburg musste einen Beisitzer aus einer vom DFB aufgestellten Kandidatenliste benennen. Der MSV entschied sich für Theo Paeffgen. Paeffgen ist seit November 2008 als Beisitzer im Ständigen Schiedsgericht tätig. Der Jurist begleitete den FC Schalke 04 in der Vergangenheit in Rechtsfragen – auch im Bereich der Finanzen. Er vertrat die Interessen des Vereins in der Auseinandersetzung mit dem brasilianischen Fußball-Verband nach den Olympischen Spielen in Peking, als die Brasilianer ohne Zustimmung des Vereins den Spieler Rafinha einsetzten.

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) berief aus einem weiteren Kandidaten-Pool Goetz Eilers als Beisitzer in die morgige Sitzung. Der 71-Jährige war von 1989 bis 2006 Chef-Justiziar des DFB. Für den Deutschen Fußball-Bund war er seit 1972 tätig – um nach dem Bundesliga-Skandal eine Rechtsordnung im deutschen Profi-Fußball aufzubauen. Von 2007 bis 2010 war Eilers am Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne tätig. Der Jurist stammt aus Schwäbisch Gmünd. Eilers ist zudem Vorsitzender des DFB-Bundesgerichtes. Eilers’ Sohn Tom war von 1989 bis 1993 Torwart bei Darmstadt 98 und von 2006 bis 2010 bei den „Lilien“ als Manager tätig und arbeitet nun ebenfalls als Rechtsanwalt.

Hertha BSC abgeschmettert

Goetz Eilers schmetterte im vergangenen Jahr als Vorsitzender Richter des DFB-Bundesgerichtes den Einspruch von Hertha BSC Berlin gegen die Wertung des zweiten Relegationsspieles gegen Fortuna Düsseldorf ab. Als Anwalt der Fortunen war damals Horst Kletke tätig, der nun hofft, auch mit dem MSV erfolgreich zu sein.

 
 

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