Duisburg

So will Wiegel mit dem MSV Duisburg die Krise beenden

Mit Leidenschaft und ohne Kompromisse: MSV-Abwehrspieler Andreas Wiegeln (vorne) – hier gegen den Bochumer Silvere Ganvoula.
Mit Leidenschaft und ohne Kompromisse: MSV-Abwehrspieler Andreas Wiegeln (vorne) – hier gegen den Bochumer Silvere Ganvoula.
Foto: Udo Kreikenbohm

Duisburg.  An den Blick ins Kicker-Sonderheft und die übrigen offiziellen Kaderlisten muss sich Andreas Wiegel noch immer gewöhnen.

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Erstmals ist der Name des Zweiliga-Fußballers des MSV Duisburg in der Kategorie „Abwehrspieler“ zu finden. „Ich habe ja mal als Offensivspieler angefangen“, merkt der 27-Jährige an. Seit Mitte der Rückrunde der vergangenen Saison ist Wiegel bei den Zebras als rechter Verteidiger gesetzt. Bei der 0:3-Pleite in Darmstadt am vergangenen Freitag war Wiegel der einzige Lichtblick.

Wiegel: „Es war nicht alles schlecht“

Andreas Wiegel, der früher erst als Stürmer und dann als offensiver Mittelfeldspieler unterwegs war und wie Kollege Wolze nun als umgeschulte Arbeitskraft in der Abwehrkette im Einsatz ist, ist ein Spieler, der die Emotionen auf dem Platz lebt. Die aktuelle Situation stachelt den früheren Erfurter an, weiter um jeden Zentimeter zu kämpfen. Null Punkte und null Tore in drei Spielen ändern nichts daran, dass Wiegel den Kopf weiter oben hält.

„Es war nicht alles schlecht. In den letzten Spielen haben Kleinigkeiten entschieden“, sagt der Flügelspieler. In der aktuell schwierigen Situation komme es nun darauf an, dem Gegner mit Kampf, Leidenschaft und Selbstvertrauen den Schneid abzukaufen. Wiegel: „Der Kopf spielt auch eine Rolle. Wir dürfen uns nicht so viele Gedanken machen, dass wir noch kein Tor erzielt haben.

Die Mannschaft hat die Niederlage in Darmstadt mittlerweile analysiert. „Die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen waren zu groß“, erklärt Wiegel. Und Trainer Ilia Gruev erklärte seinen Jungs noch einmal, dass sie nach dem ersten Gegentreffer den Kopf verloren hätten und zu forsch und ohne Linie nach vorne gespielt hätten.

Zweimal schwer am Knie verletzt

Wiegels engagierte und kompromisslose Spielweise hatte in den letzten Jahren auch ihren Preis. Zweimal zog er sich schwere Knieverletzungen zu und war jeweils lange außer Gefecht. Somit weiß er sehr genau, was derzeit in Christian Gartner vorgeht. Der Österreicher hatte am vergangenen Freitag im Spiel bei Darmstadt 98 einen Kreuzbandriss im linken Knie erlitten und unterzog sich gestern in Straubing der Operation.

Andreas Wiegel weiß, dass Christian Gartner nun einen langen Weg vor sich hat. Nach der Diagnose versuchte er, seinen verletzten Kollegen mental aufzubauen. „Garti hat einen starken Charakter. Er wird es schaffen“, so Wiegel, der aus eigener Erfahrung spricht: „Es werden immer kleine Schritte kommen, mit denen es ihm besser gehen wird.“

Beim Versuch, das erste Tor der neuen Zweitliga-Saison zu schießen, könnte sich am Samstag auch Andreas Wiegel erfolgreich einbringen. Allerdings hat er für den MSV in 51 Ligaspielen auch erst viermal getroffen – in der letzten Drittligasaison. Die Details hat Ilia Gruev natürlich auf dem Schirm: „Immer, wenn Andreas trifft, haben wir gewonnen.“

Nicht nur das – mit einem Tor bei Fortuna Köln trug Andreas Wiegel zum Aufstieg bei.

 
 

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