MSV-Zugang Brosinski räumt auf

Hat in seiner Karriere schon einiges erlebt: Daniel Brosinski. (Foto: Christoph Reichwein / WAZ FotoPool)
Hat in seiner Karriere schon einiges erlebt: Daniel Brosinski. (Foto: Christoph Reichwein / WAZ FotoPool)
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Wirbelwind Daniel Brosinski hofft, mit dem MSV Duisburg die richtige Adresse gefunden zu haben. Brosinski räumt im Gespräch mit mehreren Gerüchten über seine Staatsbürgerschaft auf.

Duisburg.. Wer in der Spielerdatenbank nach den bisherigen Stationen von Daniel Brosinski stöbert, der stößt unweigerlich auf eine englische Flagge in seinem Profil. Wie kommt die doppelte Staatsbürgerschaft des Duisburger Neuzugangs zustande?

„Gar nicht“, sagt „Brosi“, „ich besitze gar keinen englischen Pass und weiß überhaupt nicht, woher so ein Gerücht kommt. Ich bin Deutscher und habe überhaupt keinen Bezug zu Großbritannien.“ Aber das ist nicht der einzige Punkt, der Brosinski wundert: „Manche meinen auch, ich wäre Pole, einige dachten sogar, ich käme aus Mazedonien. Auch das ist beides falsch.“

„In die erste Elf“

Der Wirbelwind hofft, mit dem MSV Duisburg die richtige Adresse gefunden zu haben. “Es gab schon vor einem Jahr Kontakt zu den Zebras, aber seinerzeit hat sich mein Stammverein 1. FC Köln quergestellt. Diesmal ging der Wechsel dann relativ schnell über die Bühne.“ 30 000 Euro Ablösesumme überwiesen die Zebras für Brosinski, der für Wehen-Wiesbaden in 19 Ligaspielen fünf Tore markierte.

Eine spannende Zeit erlebte der 22-Jährige beim 1. FC Köln. „Ich war zweieinhalb Jahre beim FC, davon habe ich sechs Monate gespielt und saß die restliche Zeit auf der Bank. Es gab schöne Momente, aber die schlechteren überwogen. Christoph Daum hat mich damals vom Karlsruher SC geholt und ins kalte Profiwasser geworfen. Dass er danach gegangen ist, war Pech für mich.“ Weder unter Zvonimir Soldo noch unter Frank Schaefer konnte sich Brosinski in den Vordergrund spielen, deswegen wechselte er im vergangenen Winter nach Wehen.

Dort hielt sich die Zuschauerresonanz im Vergleich zu Köln in überschaubaren Grenzen. „Selbst, als es richtig um etwas ging, kamen nur 6000 Zuschauer. Beim MSV waren beim Trainingsstart alleine 6000 Fans da“, staunte der ehemalige Junioren-Nationalspieler nicht schlecht.

Beim MSV Duisburg hat Daniel Brosinski viel vor. In den Testspielen deutete er mehrmals seine Torgefahr und sein Geschick bei Standardsituationen an. Zudem mag Trainer Milan Sasic Spieler mit einer gewissen Schnelligkeit. „Ich will mich in die erste Elf kämpfen“, ballt Brosinski die Faust, „der MSV soll für mich ein Schritt nach vorne sein. Meine Lehrzeit ist vorbei.“ Wohin die Reise mit den Zebras geht, davon lässt sich „Brosi“ selbst überraschen: „Nach zehn Spielen sieht man, wer sich oben festsetzt.“

 
 

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