MSV will sich gegen BVB "Selbstvertrauen für die Liga holen"

Thomas Tartemann
BVB-Star Pierre-Emerick Aubameyang feiert seine Treffer gerne mal mit einem Salto.
BVB-Star Pierre-Emerick Aubameyang feiert seine Treffer gerne mal mit einem Salto.
Foto: dpa
Der finanziell angeschlagene Fußball-Drittligist MSV Duisburg freut sich auf den Benefiztest gegen Champions-League-Teilnehmer Borussia Dortmund. Über 21 000 Zuschauer werden erwartet. „Es ist klar, dass wir nicht sehr hoch gewinnen werden“, sagte Zebra-Coach Karsten Baumann im Vorfeld der Partie.

Duisburg. Der Countdown läuft. Sowohl für Fußball-Drittligist MSV Duisburg als auch für Champions-League-Teilnehmer Borussia Dortmund bedeutet das Benefizspiel in der Schauinslandreisen-Arena heute Abend (19.30 Uhr) die Generalprobe für den Wiederbeginn der Meisterschaft.

„Wir freuen uns auf den BVB“, sagt Zebracoach Karsten Baumann, „für beide Teams ist es der letzte Test in der Wintervorbereitung. Die Borussia will bei uns mit allen Stars antreten. Das ist nicht nur für uns als Mannschaft, sondern auch für unsere Fans schön.“ Über 21 000 Zuschauer werden erwartet. Baumann schiebt nach: „Es ist klar, dass wir nicht sehr hoch gewinnen werden.“

Für den 44-Jährigen kommt es in erster Linie darauf an, dass die Inhalte aus dem Türkei-Trainingslager auf den Platz transportiert werden. „Wir wollen die Sachen, die wir im Abwehrverhalten einstudiert haben, umsetzen und für den BVB ein ordentlicher Sparringspartner sein. Selbst bei einer Niederlage, die wohl wahrscheinlich ist, kann man sich Selbstvertrauen für die Liga holen.“

Sascha Dum "geht es besser"

Für Michael Gardawski, Markus Bollmann, Kevin Wolze, Talent Tarkan Yerek und Sascha Dum gilt das allerdings nicht. Das Quintett fällt aus unterschiedlichen Gründen aus. Abwehrspieler Bollmann, Offensivmann Yerek und Mittelfeldantreiber Wolze müssen krankheitsbedingt passen. Sascha Dum liegt immer noch in einem Bochumer Spezialkrankenhaus, um seine Rückenprobleme untersuchen zu lassen.

„Ich habe mit Sascha telefoniert. Er wurde mit Schmerzmitteln versorgt und konnte schon wieder Späßchen machen. Sascha geht es besser, aber es stehen noch entscheidende Untersuchungen an. Wir müssen die weitere Behandlung abwarten und können über die genaue Ausfallzeit noch gar keine Angaben machen“, sagt Baumann.

Michael Gardawski kehrte gestern von einer MRT-Untersuchung zurück. Entscheidend weiter gekommen ist der Flügelflitzer allerdings bei seinen Leistenbeschwerden noch nicht. Ein Besuch bei Dr. Peter Schäferhoff, dem Vereinsarzt des 1. FC Köln, soll nun neue Erkenntnisse bringen. In Absprache mit den Duisburger Teamärzten ist nach Schäferhoffs Erkenntnissen dann die weitere Vorgehensweise geplant. Karsten Baumann: „Für das Regensburgspiel habe ich Kevin Wolze und Markus Bollmann auf dem Schirm. Was mit Michael Gardawski wird, müssen wir sehen.“

„Kloppo ist ein netter Kerl“

Doch heute richtet sich Baumanns Blick noch auf seinen alten Verein Borussia Dortmund, für den er von 1998 bis 2000 in 41 Bundesligaspielen auf dem Platz stand. „Ich kenne Torwarttrainer Teddy de Beer noch aus der gemeinsamen Zeit. Manager Michael Zorc hatte zu meiner BVB-Zeit seine aktive Karriere gerade beendet. Beim Abschiedsspiel war ich aber mit dabei“, erinnert sich der MSV-Coach, der im Vergleich zum impulsiven Borussen-Trainer Jürgen Klopp der ruhigere Vertreter ist. „Ich saß bei einer Tagung mal neben Kloppo. Er ist ein netter Kerl und lebt seine Emotionen, die ab und zu mal herausschießen. Mir ist das noch nicht so oft passiert“, schmunzelt Baumann.