MSV-Verteidiger Feisthammel warnt vor seinem Ex-Klub

Tobias Feisthammel hat sich mittlerweile seinen Platz in der Duisburger Innenverteidigung gesichert.
Tobias Feisthammel hat sich mittlerweile seinen Platz in der Duisburger Innenverteidigung gesichert.
Foto: WAZ-Fotopool
Tobias Feisthammel spielte zehn Jahre lang für den VfB Stuttgart. Am Samstag kehrt er mit seinem neuen Verein MSV Duisburg ins Schwabenland heim. „Das sind alles Super-Fußballer, extrem spielstark, gut eingestellt und mit einem guten Plan“, sagt der Defensivspieler der Zebras.

Duisburg. Für Tobias Feisthammel geht es am Wochenende zurück in die Vergangenheit. Der Neuzugang des MSV Duisburg stammt gebürtig aus Reutlingen, wuchs im beschaulichen Metzingen auf und wurde in der Jugend des VfB Stuttgart ausgebildet. Am Samstag gastiert er mit den Zebras im GAZi-Stadion auf der Waldau – und trifft auf seinen alten Klub VfB.

„Ich war früher nicht nur Jugendspieler des VfB, sondern auch Fan. Allerdings habe ich nicht in der Stuttgarter Bettwäsche geschlafen“, schmunzelt Feisthammel, der sich 2007 einiges von den Stars abschauen konnte. Als die Schwaben Deutscher Meister wurden, tummelten sich Hochkaräter wie Sami Khedira, Mario Gomez, Cacau, Matthieu Delpierre oder Fernando Meira in deren Aufgebot. „Bei den Trainingseinheiten unter Trainer Armin Veh war ich bei den Profis dabei, saß auch mehrmals bei Bundesligabegegnungen auf der VfB-Reservebank. Aber zu Einsätzen bin ich nicht gekommen“, blickt Feisthammel zurück.

Insgesamt zehn Jahre trug er das VfB-Trikot. Als ihm das Hoch und Runter zwischen U 23 sowie Lizenzmannschaft irgendwann reichte, zog der 25-Jährige nach 84 Einsätzen für die U 23 einen Schlussstrich unter das Schwabenkapitel. Im Sommer 2010 wechselte der Blondschopf zu Alemannia Aachen, zwei Jahre später zum SC Paderborn 07, bevor er im Juli 2013 bei den Zebras landete.

„Für meine weitere Entwicklung war es ein wichtiger Schritt, aus Stuttgart wegzugehen. Ich bin ja nicht im Streit gewechselt, sondern weil ich eine neue Perspektive haben wollte. Nicht nur aus sportlicher Sicht, sondern auch, was die Persönlichkeit angeht, hat mich das weiter gebracht“, stellt „TF“ fest.

Daniel Vier ist der Kopf der Stuttgarter

Wegen der großen Fluktuation, die es bei Nachwuchsmannschaften zwangsläufig gibt, ist kaum noch jemand bei Stuttgarts Reserve, mit dem Feisthammel noch zusammen gespielt hat. „Einige Funktionäre und der Co-Trainer sind noch da. Außerdem kenne ich Verteidiger Daniel Vier. Er war schon zu meiner VfB-Zeit da.“ Der 31-jährige Brasilianer gilt als Kopf der jungen Truppe. „Daniel ist ein Super-Typ, aber kein typischer Brasilianer. Von der Mentalität ist er Deutscher“, so Feisthammel.

Nach dem enttäuschenden 3:3 gegen den 1. FC Saarbrücken will der MSV Duisburg gegen den „kleinen“ VfB Boden gutmachen. Kein leichtes Unterfangen. Das Team von Jürgen Kramny steht mit 21 Punkten auf Platz sechs. „Das sind alles Super-Fußballer, extrem spielstark, gut eingestellt und mit einem guten Plan. Stuttgart tritt mit sehr hoher Disziplin auf. Jeder arbeitet mit nach hinten. Das wird eine schwierige Aufgabe, aber natürlich können wir da auch gewinnen“, ist der Duisburger Defensivspieler überzeugt.

Tobias Feisthammel: „Ich kenne es ja noch aus eigener Erfahrung: So ein junges Team kann sich in einen Rausch spielen. Aber der Schuss kann auch nach hinten losgehen.“ Um Variante zwei herbeizuführen, müssen Feisthammel & Co. wacher sein als zuletzt: „Wichtig ist, aggressiv und konzentriert aufzutreten. Und besser zu verteidigen.“ Beim Versuch, das umzusetzen, kann sich Feisthammel auf die Unterstützung von Familie und Freunden verlassen. Über zehn Karten soll er für seine Reise in die Vergangenheit am Samstag besorgen.

 
 

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