MSV-Trainer Reck nimmt Jula mit nach Aachen

Thomas Tartemann und Jonas Knoop
Oliver Reck (li.) will seinen Stürmer Emil Jula (r.) mit nach Aachen nehmen. Foto: Imago
Oliver Reck (li.) will seinen Stürmer Emil Jula (r.) mit nach Aachen nehmen. Foto: Imago
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MSV-Interimstrainer Oliver Reck zieht für das wichtige Spiel am Sonntag bei Alemannia Aachen alle Register. So wird er den am rechten Sprunggelenk verletzten Stürmer Emil Jula mit zum Tabellenletzten nehmen. Jula hatte erst am Freitagmorgen wieder mit dem Lauftraining begonnen.

Duisburg. Oliver Reck feierte beim 0:3 gegen den TSV 1860 München ein misslungenes Debüt. Man könnte meinen, der Effekt, den sich die sportliche Führung durch den Trainerwechsel erhofft hatte, ist bereits verpufft. Reck hält dagegen. Er glaubt an das Potential der Mannschaft und versucht ihr im Training neues Selbstvertrauen einzuimpfen. Doch auch der Interimscoach weiß: Am Ende zählen nur die Ergebnisse.

Deshalb versucht er alles, um am Sonntag in Aachen erfolgreich zu sein. Sogar seinen eigentlich noch am Sprunggelenk verletzten Stürmer Emil Jula will er mit zur Alemannia nehmen. Denn Jula (zwei Saisontore) ist der einzige Offensive beim MSV, der noch etwas wie Torgefahr ausstrahlt. "Vielleicht kann er im Spielverlauf noch einmal helfen", begründete Reck seine Entscheidung. Ob Jula jedoch auf dem Tivoli überhaupt spielen kann, ist äußerst fraglich. Bisher absolvierte der Rumäne nur ein leichtes Lauftraining.

Goran Sukalo ist fraglich

Fraglich für Sonntag ist auch Mittelfeldstratege Goran Sukalo. Der Slowene plagt sich mit muskulären Problemen herum und musste am Freitag das Training frühzeitig abbrechen. Oliver Reck schätzt die Chancen Sukalos für einen Einsatz am Sonntag als gering ein: "Es wird eng für das Spiel in Aachen."

Sollten sowohl Jula, als auch Sukalo gegen die Alemannia ausfallen, wird der MSV über jede Unterstützung froh sein. Da kommt es den Duisburgern sicherlich entgegen, dass sich 2000 MSV-Anhänger angekündigt haben, die Mannschaft anzufeuern. 200 von ihnen werden mit Freikarten anreisen, die Sportdirektor Ivica Grlic am Freitag beim Abschlusstraining verteilte.

Grlic bewahrt Ruhe in der Trainerfrage

Zu den Gerüchten, welcher neue Cheftrainer Oliver Reck bald wieder auf der Duisburger Bank ablösen wird, wollte Grlic zu diesem Zeitpunkt noch nichts sagen. Er will einschließlich bis Sonntag Ruhe bewahren und den Fokus in den nächsten 48 Stunden nur auf das schwierige Spiel in Aachen legen. "Klar sondieren wir den Markt und es sind auch schon erste Bewerbungen eingegangen. Aber konkret ist noch nichts und es gab auch noch keine Verhandlungsgespräche", sagte der MSV-Sportdirektor. Es gehe derzeit nur um Oliver Reck und die Mannschaft.

Sollte dem Team am Sonntag in Aachen ein Dreier gelingen, hat Grlic ohnehin keinen Druck, schnell zu handeln. Und dann gäbe es ja noch die Variante, mit Reck weiterzuarbeiten, vorausgesetzt, der Erfolg ist da. An etwaigen Spekulationen will sich der Interimstrainer jedoch nicht beteiligen. "Was in drei Monaten sein wird, ist für mich sekundär. Jetzt geht es im Moment nur um den MSV. Mit anderen Sachen beschäftige ich mich nicht", betonte Reck.