Duisburg

MSV-Trainer Ilja Gruev steht in Duisburg vor dem Aus

Die Tage von Ilja Gruev als Trainer des MSV Duisburg scheinen gezählt.
Die Tage von Ilja Gruev als Trainer des MSV Duisburg scheinen gezählt.
Foto: dpa
Nach der Heimpleite gegen Regensburg deutet sich eine Duisburger Tendenz in der Trainerfrage an. Auch die Fans haben genug von Ilja Gruev.

Duisburg. Trainer Ilia Gruev steht beim Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg nach der 1:3 (1:2)-Niederlage gegen den SSV Jahn Regensburg vor dem Aus. Mit der Entscheidung wollen sich die Verantwortlichen des Tabellenletzten allerdings noch Zeit lassen. „Wir werden uns mit den Gremien zusammensetzen und die Situation analysieren und die beste Entscheidung für den MSV treffen. Das wird aber nicht über Nacht geschehen“, erklärte MSV-Präsident Ingo Wald nach der Partie.

„Wir sollten versuchen, den Bauch auszuschalten und den Kopf zu nutzen“, sagte Wald, der sich trotz der Duisburger Horror-Bilanz –das Team holte nur zwei Punkte aus acht Spielen – sogar auch eine Weiterbeschäftigung von Ilia Gruev vorstellen kann. „Die Mannschaft steht weiter hinter dem Trainer. Es ist nicht so, dass ein neuer Impuls gesetzt werden muss, weil der Trainer die Mannschaft nicht mehr erreicht“, so der Vereinschef.

"Das sportliche Ergebnis ist eine Katastrophe"

Aufsichtsratschef Jürgen Marbach sagte, dass die entscheidenden Gespräche in den nächsten 48 Stunden stattfinden werden. Auch Marbach sieht das Verhältnis zwischen Trainer und Team als intakt an, verwies aber auch auf die fehlenden Resultate: „Das sportliche Ergebnis ist eine Katastrophe.“

Nach dem Schlusspfiff war es dennoch ein gefühlter Abschied vom Cheftrainer. Gruev klatschte jeden Spieler, jeden Funktionär ab. Es gab viele Umarmungen. „Das macht er nach jedem Spiel“, räumte Mittelfeldspieler Fabian Schnellhardt ein.

Gruev sagte nach der Partie: „Wir haben nicht aufgegeben und das werden wir auch nicht.“ Der 48-Jährige führte weiter aus: „Wir haben alles rausgehauen, was man braucht. Wir haben ein Wir-Gefühl.“ Einen Rücktritt schloss der Trainer, der beim MSV noch bis Juni 2019 mit zusätzlicher Option unter Vertrag steht, am Samstag aus: „Aufgeben ist für mich in so einer schweren Situation keine Option.“

"Gruev raus"-Rufe

Für viele Fans verspielte Gruev seinen Kredit in der zweiten Halbzeit mit der Auswechslung von Torschütze Joe Gyau, der ein starkes Startelf-Debüt hinlegte. „Gruev-raus-Rufe“ schallten durch die Arena. Der Trainer verteidigte den Wechsel: Gyau sei aufgrund fehlender Spielpraxis die Kraft ausgegangen. Er wollte mit Cauly Oliveira Souza einen neuen Impuls setzen.

Dieser Plan ging nicht auf.

 
 

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