Duisburg

MSV-Trainer Ilia Gruev muss erneut an seiner Kette basteln

Thomas Blomeyer (rechts) steht vor seinem dritten Saisoneinsatz und einem Wiedersehen mit seinem Ex-Klub FC Ingolstadt.
Thomas Blomeyer (rechts) steht vor seinem dritten Saisoneinsatz und einem Wiedersehen mit seinem Ex-Klub FC Ingolstadt.
Foto: Zink/imago
Der MSV Duisburg spielt in der Arena gegen den FC Ingolstadt. Aufgrund der Sperre von Kevin Wolze steht wiederum die Defensivformation im Fokus.

Duisburg. Vor der Saison schienen Welten den Aufsteiger MSV Duisburg und Bundesliga-Absteiger FC Ingolstadt zu trennen. Derzeit stehen die Meidericher Fußballer in der Tabelle der 2. Liga vor den Schanzern. MSV-Trainer Ilia Gruev spricht im Vorfeld der Partie am Samstag (13 Uhr, Schauinsland-Reisen-Arena) von einem Duell auf Augenhöhe. Der 48-Jährige sagt so etwas gerne: „Das wäre vor der Saison nicht zu erwarten gewesen.“

Vor dem Spieltag belegte der MSV Platz sechs, die Ingolstädter folgten auf Rang sieben. „Die Tabelle lügt nicht“, sagt Gruev und sieht die aktuelle Rangfolge in der Liga als Beleg für die positive Entwicklung seiner Mannschaft. In der Hinrunde fuhr der MSV mit der 1:6-Heimpleite gegen Nürnberg im Gepäck nach Ingolstadt und erreichte ein 2:2, das Balsam für die geschundenen Zebra-Seele war. „Im Vergleich zur Hinrunde haben wir uns deutlich verbessert. Wir haben diesmal gegen Nürnberg konzentrierter und kontrollierter gespielt“, unterstreicht der Trainer.

Wie schon in Nürnberg muss sich der Coach für seine Abwehrreihe etwas Neues einfallen lassen. Innenverteidiger Dustin Bomheuer fällt im Zuge seiner Grippeerkrankung erneut aus. Einmal mehr muss sich Gruev zwischen Branimir Bajic und Thomas Blomeyer entscheiden. Es dürfte auf Blomeyer hinauslaufen. Der 21-Jährige, der in St. Pauli als Einwechselspieler und in Nürnberg mit einem Startelf-Einsatz am Geschehen beteiligt war, benötigt Spielpraxis, um in der 2. Liga Fuß zu fassen. Zudem geht es am Samstag gegen seinen Ex-Klub. So etwas kann zusätzlich motivieren.

Komplizierter ist die Besetzung der Außenpositionen im Defensivverbund. Kapitän Kevin Wolze fehlt aufgrund seiner fünften gelben Karte, Enis Hajri kehrt hingegen nach seiner Gelbsperre zurück. Dass sich das Team derzeit mehrere Sperren einhandelt, bringt den Trainer nicht um den Schlaf. Das sei in der jetzigen Saisonphase normal, findet der Trainer. Und dass es bevorzugt die Defensivkräfte erwischt, gehört zum Geschäft. In der Abwehr geht es eben naturgemäß rauer zu. „Kevin Wolze hat mehr Tore als gelbe Karten auf dem Konto“, merkt Gruev mit dem Blick auf die sechs Treffer seines Linksverteidigers mit einem Schmunzeln an.

Schnellhardt trägt die Binde

Da Tugrul Erat mit Rückenbeschwerden weiterhin nicht zur Verfügung steht, bleiben drei Kandidaten für zwei Positionen übrig. Enis Hajri zeigte in der letzten Saison, als er den formschwachen Kevin Wolze vertrat, dass auf ihn auch auf der linken Abwehrseite Verlass ist. Hajri links, Nico Klotz rechts – das könnte die Variante für die anstehende Partie sein. Auch Dan-Patrick Poggenberg ist eine Option. Er kam in Nürnberg in der 90. Minute und im Dezember beim 2:0-Heimsieg gegen Dresden in der 88. Minute ins Spiel. Die größere Spielpraxis spricht für Klotz.

Der FC Ingolstadt fasste nach einem verpatzten Saisonstart und einem Trainerwechsel wieder Fuß, kam aber auch nach der Winterpause wieder schlecht aus den Startlöchern. In vier Spielen gelang den Schanzern nur ein Sieg. Ilia Gruev zählt die Bayern weiterhin zum Kreis der Aufstiegsaspiranten, verweist aber auf die Eigenarten der laufenden Saison: „Gut besetzte Teams können Probleme bekommen. In dieser Liga ist alles möglich.“

Ein Saisondebüt feiert Fabian Schnellhardt. Als Vize-Kapitän übernimmt er die Binde von Kevin Wolze.

 

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