MSV-Stürmer Onuegbu fehlt gegen Münster die Explosivität

Thorsten Richter (RevierSport)
Ließ gegen Münster die größte MSV-Chance liegen: Kingsley Onuegbu.
Ließ gegen Münster die größte MSV-Chance liegen: Kingsley Onuegbu.
Foto: Stephan Eickershoff / WAZ FotoPool
Der MSV Duisburg war am letzten Spieltag der 3. Liga das bessere Team gegen Preußen Münster, trotzdem stand am Ende ein 0:1 und das dritte sieglose Spiel in Folge. Einer der Gründe: MSV-Stürmer Kingsley Onuegbu zeigte sich einmal mehr nicht in Top-Form. Die MSV-Spieler in der Einzelkritik.

Duisburg. Michael Ratajczak: Machte wieder einmal ein starkes Spiel. War nach einem Stellungsfehler Markus Bollmanns gegen Soufian Benyamina zur Stelle (11.) und fischte den Kopfball Dominik Schmidts klasse aus der Ecke (65.). Note: 2,5

Phil Ofosu-Ayeh: Bewies in seinem ersten Heimspiel nach der Bekanntgabe seines Wechsels zum VfR Aalen, dass er bis zum bitteren Ende ein echtes Zebra ist. Hinten zweikampfstark und nach vorne mit viel Power. Schade, dass sein Geschoss knapp drüber ging (89.). Note: 2,5

Markus Bollmann: Der Unglücksrabe bugsierte das Leder nach einer tollen Rettungsaktion Ratajczaks zum 0:1 in die eigenen Maschen (25.). Hatte zudem Pech, dass Masuch seinen Kopfball mit einem starken Reflex von der Linie kratzte (3.). Ansonsten zuverlässig. Note: 4

Branimir Bajic: Als ihm die Nachlässigkeiten zu bunt wurden, setzte der Abwehrchef auf allen Ebenen Ausrufezeichen, um seine Kollegen wachzurütteln. War immer Herr der Lage. Note: 2,5

Matthias Kühne: Weil er seine Rolle als Linksverteidiger sehr offensiv interpretierte, aber nicht so schnell wie Ofosu-Ayeh wieder hinten war, hatten die Preußen im ersten Durchgang viel Raum. Benyamina nutzte diesen dann auch, um das Tor des Tages „vorzubereiten“. Note: 4

Tanju Öztürk: War wieder für Deniz Aycicek im Team. Machte in der Zentrale einen guten Job und wusste dieses Mal auch im Aufbauspiel Akzente zu setzen. Sein Distanzschuss verfehlte leider das Ziel (22.). Note: 3,5

Nikolas Ledgerwood: Gewann gerade zu Beginn sehr viele Zweikämpfe und kurbelte das Offensivspiel an. Scheiterte mit einem Schuss an Masuch (29.). Tauchte danach aber fast völlig ab. Note: 3,5

Patrick Zoundi: Rückte für den gesperrten Michael Gardawski in die Startelf. Machte vieles richtig, doch beim finalen Pass oder Abschluss versagte er dann meist. Bezeichnet dafür war sein Kopfball in der 34. Minute, den er Masuch aus einem Meter in die Arme köpfte, oder die 52.Minute, als er eine Vorlage Ofosu-Ayehs knapp verpasste. Note: 4

Pierre De Wit: Nicht nur seine Standards, auch seine Pässe und direkten Zuspiele sorgten regelmäßig für Gefahr. In der 67. Minute hatte er den Ausgleich auf dem Fuß, traf den Ball aber nicht richtig. Note: 2,5

Kevin Wolze: War bemüht, doch unter dem Strich gelang ihm wie in der 49. Minute, als er frei aus 16 Metern den Ball über das Tor drosch, nur wenig. Note: 4

Kingsley Onuegbu: Bei ihm war der Kräfteverschleiß deutlich spürbar. Von seiner Explosivität, die ihn vor Monaten noch auszeichnete, ist nicht mehr viel übrig geblieben. Eine Chance, wie in der 60. Minute, als er frei vor Masuch stand, hätte er sich sonst nicht entgehen lassen. Note: 4,5