Duisburg

MSV-Profi Stoppelkamp freut sich auf die Stadtauswahl

Der Blick zurück: Die Wurzeln von Moritz Stoppelkamp liegen bei Viktoria Buchholz.
Der Blick zurück: Die Wurzeln von Moritz Stoppelkamp liegen bei Viktoria Buchholz.
Foto: Fabian Strauch
  • Kaum ein MSV-Kicker ist so in Duisburg verwurzelt wie Stoppelkamp
  • Daher ist das Spiel gegen die Stadtauswahl am Samstag etwas Besonderes

Duisburg.  Frank Krüll und Ralf Kessen sollten sich diesen Satz genau anhören: „Mich hat ja bislang noch keiner gefragt“, sagte Moritz Stoppelkamp, Offensivspieler des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg, im Vorfeld des Spiels der Zebras am Samstag, 13 Uhr, im Hamborner Holtkamp gegen die Duisburger Stadtauswahl auf die Frage, ob er nicht die beste Wahl wäre, selbst im Duisburg-Team aufzulaufen. Schließlich ist der Mann Duisburger – und stammt aus dem Nachwuchs von Viktoria Buchholz.

„Als ich noch woanders gespielt habe, war es natürlich immer schwierig, auf dem Laufenden zu bleiben, wie es bei der Viktoria läuft“, verrät der 31-Jährige. „Aber seit ich hier in Duisburg spiele, verfolge ich es schon“, sagt er, macht eine Pause und lächelt, ehe er ergänzt: „Ansonsten hält mich mein Vater schon auf dem Laufenden.“ Freilich ist seine Zeit an der Sternstraße lange her. Damals kickte er in der Buchholzer E-Jugend – übrigens gemeinsam mit Eric Thomas, dem Sohn des heutigen Fußball-Fachschaftsvorsitzenden im Stadtsportbund, Peter Thomas. „Man darf nie vergessen, woher man kommt“, betont Stoppelkamp. „Den Fußball habe ich bei der Viktoria für mich entdeckt.“

In der zweiten Halbzeit für die Stadtauswahl?

Schnell war damals klar, wie groß das Talent des kleinen Moritz ist: Als D-Jugendlicher schloss er sich bereits dem MSV Duisburg an, ehe 2002 seine „Deutschland-Reise“ über Düsseldorf, Essen, Oberhausen, Hannover, München, Paderborn bis Karlsruhe begann, die ihn schließlich vor einem Jahr zurück in seine Heimatstadt führte. Und Moritz ist nicht der einzige Stoppelkamp, der talentiert mit einem Ball umgehen kann. Seine Schwester Ariane spielt Handball bei der GSG Duisburg und war dort mit 46 Toren an der Oberliga-Meisterschaft der Großenbaumerinnen und damit am erstmaligen Aufstieg in die Regionalliga beteiligt. Tatsächlich drängt es sich nahezu auf, dass Moritz Stoppelkamp das Auswahl-Trikot überstreift. „Vielleicht in der zweiten Halbzeit“, ist der MSV-Kicker offenbar nicht abgeneigt. Die Auswahl-Trainer Krüll und Kessen hätten wohl nichts dagegen.

Die Partie im Holtkamp ist die zweite Auflage des so genannten „Duisburg-Spiels“. Vor Jahresfrist hatten sich die Meidericher Profis auf der Anlage des DSV 1900 mit 6:1 (4:0) gegen die Stadtauswahl durchgesetzt, die damals wie jetzt von den Leserinnen und Lesern dieses Portals gewählt worden war. Traurig: Der Auswahl-Torschütze der vergangenen Saison, Benjamin Koncic, fehlt ebenso aus gesundheitlichen Gründen wie sein Nachfolger als Duisburgs erfolgreichster Torschützen von der 2. Liga bis zur Bezirksliga, Harun Celebi.

Ein Highlight für die Amateurspieler

„Für die Amateurspieler ist das ein Highlight“, betont SSB-Vorsitzender Rainer Bischoff. „Die Jungs stehen zudem oft selbst im Stadion und feuern den MSV an.“ Auch die Zusammenarbeit mit dem diesjährigen Gastgeber wird gelobt. „Hamborn 07 versucht, alles möglich zu machen“, erklärt Peter Thomas. „Es gibt kein Nein zu hören. Die Löwen freuen sich auf das Spiel.“

Damit kein Zuschauer ein WM-Achtelfinalspiel verpassen muss, haben die Veranstalter das Spiel bewusst bereits für 13 Uhr angesetzt. Daher hoffen MSV und SSB auf mehr als jene 1476 Zuschauer im Vorjahr

Die Eintrittspreise betragen unverändert acht Euro für Erwachsene sowie vier Euro für ermäßigte Karten.

Infos zum „Duisburg-Spiel“:

Der Kader der Stadtauswahl musste aufgrund von Absagen umgestellt werden. So setzt sich das Team nun zusammen:

Tor: Abdullah Daghan (SV Genc Osman), Dominik Schäfer (Hamborn 07).

Abwehr: Kevin Kessen, Pierre Kanzen (beide DSV 1900), Louis Feldkamp (DJK Vierlinden), Lars Gronemann, Erkut Ay (beide Hamborn 07), Joel Schoof (FSV Duisburg).

Mittelfeld: Tufan-Can Canga (Genc Osman), Justin Walker (VfB Homberg), Ali Basaran (FSV Duisburg), Raffael Schütz, Blinort Namoni (beide Hamborn 07), Dennis Freikamp (Meiderich 06/95).

Sturm: Tim Ramroth (Viktoria Buchholz), Mehmet Kilic (Hamborn 07 II), Gökhan Kiltan (Genc Osman), Bora Karadag (FSV Duisburg).

Vorverkauf: Karten gibt es im Zebra-Shop in der Arena, beim Stadtsportbund und bei Hamborn 07 sowie am Spieltag direkt am Platz.

 
 

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