MSV-Profi "King" Onuegbu plant bei RB Leipzig einen Coup

Thomas Tartemann
MSV-Brecher Kingsley Onuegbu hat mit den Zebras viel vor. Am Sonntag plant er einen Coup in Leipzig.
MSV-Brecher Kingsley Onuegbu hat mit den Zebras viel vor. Am Sonntag plant er einen Coup in Leipzig.
Foto: Fabian Strauch
Kingsley Onuegbu, Stürmer des MSV Duisburg, hat in den zwei Duellen mit RB Leipzig getroffen. Sonntag will der „King" selbstbewusst nachlegen.

Duisburg. Zum Amtsantritt vom neuen Trainer Ilia Gruev trotzten die Zweitligaprofis des MSV Duisburg dem haushohen Favoriten SC Freiburg ein 1:1 ab. Am Sonntag (13.30 Uhr/ live in unserem Ticker) müssen die Zebras wieder gegen ein Team ran, das im kommenden Sommer mit sehr großer Wahrscheinlichkeit in einer anderen Liga kickt. Die Rasenballer aus Leipzig haben sich nach dem 1:0 in Karlsruhe sechs Punkte Vorsprung auf den dritten Platz erarbeitet. „Noch ist nicht Weihnachten“, sagt Trainer Ralf Rangnick, der im Schlussspurt vor der Winterpause mit seinem Starensemble noch einige Punkte draufsatteln will.

Dieses Vorhaben gibt es auch in Duisburg, wenngleich in etwas kleineren Dimensionen. „Leipzig ist selbstbewusst und hat eine gute Truppe“, weiß Mittelfeldspieler Tim Albutat, welche Qualität in der Messestadt versammelt wurde. Aber Albutat demonstriert auch neues Selbstvertrauen: „Wir versuchen natürlich, bei RB etwas mitzunehmen.“

Onuegbu: "Red Bull wollen wir da nicht trinken"

Albutat-Kumpel Kingsley Onuegbu geht sogar noch einen Schritt weiter. „Leipzig will aufsteigen, wir sind mit dem MSV nur krasser Außenseiter in dem Spiel. Aber wir haben da schon etwas vor, wollen uns bestimmt nicht nur das WM-Stadion angucken.“ Und mit einem schelmischen Grinsen schiebt der „King“ knackig nach: „Und Red Bull wollen wir da auch nicht trinken.“

An den von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz mit großem Aufwand gepushten Klub hat Kingsley Onuegbu gute Erinnerungen. Beim letzten Kräftemessen im Februar 2014 netzte der Duisburger Brecher in der Nachspielzeit zum vielumjubelten 2:1-Siegtor ein. Im August 2013 traf Onuegbu beim 1:1 in Leipzig ebenfalls. Irgendwie scheinen ihm die Rasenballer zu liegen.

„Mit jedem Tor weicht die Angst“

Der Nigerianer hat am Sonntag auf jeden Fall vor, den positiven Trend gegen den aktuellen Tabellenzweiten beizubehalten. „Wir wollen unter allen Umständen in Leipzig punkten“, ballt der „King“ die Faust, „bisher haben wir mit dem MSV gegen Leipzig noch nicht verloren. Natürlich ist die Konstellation jetzt etwas anders als seinerzeit in der 3. Liga.“ Gestern, Dienstag, hatten die Zebra-Kicker etwas Zeit zum Durchschnaufen. Ab heute geht es mit größter Konzentration in die Vorbereitung auf das RB-Duell.

„Wenn die ganze Mannschaft gut spielt, dann wird man für die Mühen belohnt. Das hat unser 3:0 gegen Sandhausen gezeigt“, setzt Onuegbu auch am kommenden Wochenende auf das Kollektiv. Insgesamt spürt der Ex-Fürther eine klare Steigerung. „Wir arbeiten in Ruhe und ohne Stress. Der Trainer gibt uns Selbstvertrauen. Mit jedem Tor weicht die Angst.“