MSV-Neuzugang Scheidhauer könnte schon am Samstag spielen

Der eine – Kevin Scheidhauer (rechts) – kommt, der andere – Tanju Öztürk – geht vielleicht. Die beiden Spieler trafen im Februar 2013 im Zweitliga-Spiel zwischen dem MSV und dem VfL Bochum aufeinander.
Der eine – Kevin Scheidhauer (rechts) – kommt, der andere – Tanju Öztürk – geht vielleicht. Die beiden Spieler trafen im Februar 2013 im Zweitliga-Spiel zwischen dem MSV und dem VfL Bochum aufeinander.
Foto: dpa
Kevin Scheidhauer vom VfL Wolfsburg erhält beim Fußball-Drittligisten MSV Duisburg einen Zwei-Jahres-Vertrag mit Option auf eine weitere Saison. Manager Ivica Grlic bezeichnet den 22-Jährigen als Wunschspieler, Tanju Öztürk sucht noch einen neuen Verein.

Duisburg/Köln. In der Buchholzer Unfallklinik geben sich die Zebras in diesen Tagen die Klinke in die Hand. Am Sonntag schrieb MSV-Manager Ivica Grlic beim Tag der offenen Tür Autogramme. Am Montag wird dort Kevin Scheidhauer aufschlagen. Der 22 Jahre alte Stürmer unterzieht sich dem obligatorischen Medizincheck und erhält anschließend beim Fußball-Drittligisten MSV Duisburg einen Zwei-Jahres-Vertrag mit Option auf ein weiteres Jahr.

Schon am Rande des 1:0 (0:0)-Erfolges bei Aufsteiger Fortuna Köln am Samstag klärte Grlic per Telefon Details, um den Scheidhauer-Deal mit dem VfL Wolfsburg einzutüten. Der Bundesligist kam dem MSV offenbar sehr entgegen, ansonsten wäre der Transfer nicht zu stemmen gewesen. „Er ist genau der Spielertyp, den wir gesucht haben“, freut sich Grlic. Scheidhauer bestritt für die deutschen Juniorennationalmannschaften 23 Länderspiele und kam für die U23 des VfL Wolfsburg 61-mal zum Einsatz. Auf Leihbasis spielte der Stürmer vor zwei Jahren beim VfL Bochum und kam in 19 Zweitliga-Spielen auf drei Treffer.

Bis zum Ende der Transferfrist am Montag um 18 Uhr sucht Mittelfeldspieler Tanju Öztürk, der in den Planungen des MSV keine Rolle mehr spielt, noch einen neuen Arbeitgeber. Am Sonntag gab es laut Grlic allerdings nur lose Anfragen und noch nichts Konkretes.

Gute Moral gezeigt

Kevin Scheidhauer könnte sein Debüt schon am Samstag gegen den VfL Osnabrück feiern. Dann wollen die Zebras nachlegen und den Sieg aus Köln versilbern. „Das war ein dreckiger Sieg“, brachte es Michael Ratajczak im Südstadion auf den Punkt. Torschütze Zlatko Janjic, der per Elfmeter das Tor des Tages erzielte, sah es ähnlich: „Sicher hatten wir in den letzten Wochen einen Sieg mehr verdient gehabt. Aber jetzt zählen nur die drei Punkte.“ Trainer Gino Lettieri lobte die Moral: „Wir haben 60 Minuten in Unterzahl gespielt. Das Team hat sich hervorragend präsentiert.“

Kessel verschoss Elfmeter

Nach dem Platzverweis gegen Christopher Schorch und dem verschossenen Elfmeter des Kölners Michael Kessel brach der MSV nicht ein, sondern überstand eine Druckphase der Fortunen und kontrollierte das Geschehen. Nico Klotz und Zlatko Janjic hätten mit Sololäufen das Ergebnis noch in die Höhe schrauben können. Durch den kurzfristig verletzungsbedingten Ausfall von Kevin Wolze agierte der MSV mit Sascha Dum und mit Rolf Feltscher gleich mit zwei neuen Außenverteidigern. Vor allem Feltscher kam nach einem durchwachsenen ersten Durchgang nach der Pause immer besser ins Spiel.

 
 

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